Studie zur Akzeptanz der Corona-Warn-App

Der CASA Monitor befragt als Multi-Client-Studie fortlaufend jeweils über 10.000 Personen zu verschiedenen Konsum- und Einstellungsthemen. So wird in der aktuellen Herbstbefragung in Zusammenarbeit mit OFFIS die Akzeptanz zur Corona-Warn-App untersucht.

Mit rund 18 Mio. Downloads schreibt die App ihre eigene Erfolgsgeschichte. Hin und wieder liest man in den Medien aber auch über technische Probleme. Die reinen Download-Zahlen lassen also keinen Rückschluss darauf zu, auf wie vielen Geräten die App tatsächlich reibungslos läuft. Die App könnte auch gar nicht erst in Betrieb genommen oder wieder deinstalliert worden sein, das mobile Endgerät könnte zu alt sein oder wird oftmals gar nicht mitgenommen  – der wirkliche Nutzen ist demnach schwer zu ermitteln.

Aus diesem Grund wurden in enger Abstimmung mit der bundesweiten Befragung durch OFFIS www.offis.de/corona-app-studie u.a. folgende Fragen formuliert

  • Nutzen Sie die Corona-Warn-App?
  • Wie regelmäßig nehmen Sie Ihr Handy mit, wenn Sie das Haus verlassen?
  • Wie oft öffnen Sie die Corona-Warn-App typischerweise auf Ihrem Mobiltelefon?
  • Wenn Sie die Corona-Warn-App auf Ihrem Mobiltelefon öffnen, warum tun Sie das? Ich öffne die Corona-Warn-App…
  • Welche Beweggründe haben Sie für die Verwendung der Corona-Warn-App? Ich nutze die Corona-Warn-App…
  • Warum nutzen Sie die App nicht oder nicht mehr?
  • Haben Sie technische Probleme mit der Corona-Warn-App?
  • Haben Sie in der App schon einmal die Warnung „Erhöhtes Risiko“ erhalten?
  • Würden Sie sich impfen lassen, wenn es einen Impfstoff gibt?

Von den anvisierten 10.000 Personen sind bereits 64% befragt worden. Ende September liegen die Ergebnisse dann regionalisiert pro Postleitregion vor. Dazu zählen auch rund 200 weitere Merkmale. Hier besonders interessant: Wie unterscheiden sich Nutzer- und Nicht-Nutzerprofile?

Sollten Sie sich für eine Auswertung zur Corona-Warn-App interessieren, dann kontaktieren Sie unser Consulting-Team unter Consulting@infas360.de 

CORA: Bundesweite Datenbank zur Corona-Risikoabschätzung

Sofort wissen, wo das Gefährdungspotenzial am größten ist: Die bundesweite Datenbank CORA zeigt die Risikogruppe ab 65J. für alle Seniorenheime und privaten Wohngebäude mit vielen nützlichen Zusatzinformationen.

Der RKI-Lagebericht zur Corona-Krise vom 12.4.2020 meldete bundesweit über 120.000 Infizierte bei 2.673 Todesfällen, was zu diesem Zeitpunkt einer Letalitätsrate von 2,2% entspricht. Obwohl nur 17% aller Infizierten über 70 Jahre alt sind, stellt diese Altersgruppe 87% aller Todesfälle dar. Des Weiteren häufen sich Todesfälle in Alters- und Seniorenheimen.

Laut Destatis leben in Deutschland schätzungsweise 16,5 Mio. Personen im Alter von 65+ in rund 12 Mio. Haushalten. Das ist fast ein Drittel aller Haushalte. Davon leben knapp 5 Mio. in Single-Haushalten (u.a. auch betreutes Wohnen) und etwa 900.000 in Alten- und Seniorenheimen. Diese Gruppen sind bei einer Corona-Infektion besonders gefährdet – vor allem die Senioren-Haushalte in Gebäuden mit mehreren bzw. vielen Wohngemeinschaften. Um nun bei einer gemeldeten Neuinfektion das Risiko schneller und besser abschätzen zu können, hat infas 360 die Datenbank CORA (Corona-Risikoabschätzung) entwickelt. Sie lokalisiert mikrogeographisch die Altersgruppe ab 65 Jahren, denn grundsätzlich gilt: Je näher ein Infektionsherd, desto wahrscheinlicher eine Ansteckung.

CORA beinhaltet u.a.:

  • Alle ca. 20 Mio. amtlichen Wohngebäude mit postalischer Adresse und Lage (x-/y-Koordinate)
  • Anzahl Einwohner und Haushalte je Adresse
  • Anteil der Altersgruppe ab 65 Jahren
  • Gebäudetypen nach Altenheim, Ein-/Zweifamilienhaus, Mehrparteienhaus klein, mittel und groß (weitere Differenzierung möglich)
  • Gebäudealter
  • Einwohner- und Bebauungsdichte im Wohnblock
  • Altersstruktur und Haushaltstypen (Single, Paare, Familien) im Wohnblock
  • Weitere Alten- und Seniorenheime im Wohnumfeld
  • Schulen und Schüler/Innen im Wohnumfeld
  • Infektionsrate der Stadt/Landkreis
  • Vorerkrankungen je Stadt/Landkreis

CORA basiert vorwiegend auf amtlichen Daten und dient dazu, das Gefährdungspotenzial sofort und besser abzuschätzen, falls eine Neuinfektion in einem Gebäude auftreten sollte. Da CORA mit Koordinaten ausgestattet ist, kann CORA auch bei der Nachverfolgung von Infektionsketten (Smartphone-GPS und sog. Reverse-Geocoding) unterstützen. Deshalb ist CORA auch um beliebige Daten erweiterbar, z.B. um KITAS und Kinderspielplätze oder Firmenstandorte mit Mitarbeiterzahlen.

Dominierende Altersklasse pro Gebäude ab 65J.
Das Merkmal Altersstruktur gibt die dominierende Altersklasse pro Adresse an. Beispiel hier: Grün ab 60J.

In Kürze wird CORA auch als Webdienst verfügbar sein. Sollten Sie weitere Fragen zu CORA haben, kontaktieren Sie einfach unser Consulting-Team unter Consulting@infas360.de

Informationen zum Datenschutz: Alle mikrogeographischen Daten von infas 360 stammen aus der Datenbank CASA und beinhalten keine personenbezogenen Daten. Hier geht es zu den entsprechenden Datenschutzrechtlichen Hinweisen.