Open WLAN macht Big Data noch Bigger

Bisher konnten Anbieter freier WLAN-Hotspots für die illegale Nutzung Dritter haftbar gemacht werden. Wenn sich z.B. ein Besucher eines Events über den angebotenen WLAN-Anschluss im Internet widerrechtliche Inhalte heruntergeladen oder eingestellt hat, dann haftete bisher nicht nur der User, sondern auch der Anbieter des WLANs.

Diese Rechtslage hemmte bisher den Ausbau offener WLAN-Zugänge in Deutschland. Im Ausland wie z.B. in Holland sind solche Open WLANs längst selbstverständlich und von den Nutzern breit akzeptiert. So sind Cafés oftmals auch dort besser besucht, wo es einen kostenlosen WLAN-Zugang gibt. Die Beliebtheit beim Anwender liegt vor allem darin begründet, dass sein Handy-Tarif – egal ob Flat oder nicht – eine monatliche Datenvolumenbegrenzung hat und durch die immer stärker werdende Nutzung von Datendiensten wie Social-Media und Video-Streaming dieses Datenvolumen schnell verbraucht ist.

In Zukunft sollen Anbieter von Open-WLAN nicht mehr für Rechtsverstöße ihrer Nutzer haften. Damit wird es attraktiver, sein Netz für andere zu öffnen bzw. ein Hotspot für seine Besucher/Gäste anzubieten. Das WLAN muss nicht einmal mehr durch eine Vorschaltseite oder ein Passwort vor Missbrauch geschützt werden. Sehr wohl ist dies aber zu empfehlen, um aus Big Data smarte Informationen ableiten zu können. Denn eines ist sicher: Open WLAN wird Big Data noch bigger machen. Ein aktuelles Beispiel dazu ist Digital Out-of-Home-Media, kurz DOOH, mit einem sogenannten Audience Measurement.

Weiterführende Links zum Thema:
DOOH am Point-of-Sale oder Mobile Research mit Location Intelligence

Kontakt unter Consulting@infas360.de