Evidenzbasiertes Handeln durch Data Science – infas 360 auf der DAIS 2021

Am 24. und 25. März findet der Data Analytics & Insights Salon (DAIS) als internationales, virtuelles Event statt. Neben spannenden Vorträgen auf dem Kongress gibt es auch eine Lounge, in der sich Besucher die Angebote der Aussteller anschauen und mit ihnen interagieren können. In einem dritten Bereich wird es Möglichkeiten zum digitalen Networking geben.

Infas 360 ist sowohl mit einem virtuellen Messestand als auch mit einem Vortrag vertreten. Frau Dr. Barbara Wawrzyniak, Leiterin Daten und Analysen, wird am 25.03. um 13:20 Uhr am Beispiel der Corona-Datenplattform erläutern, warum eine solide Datenbasis sowie fachkompetente Analysen wichtig für die Bekämpfung der Pandemie sind. In der Lounge finden Besucher dann noch weitere Anwendungsbeispiele, welche die Bedeutung von Data Science für evidenzbasiertes Handeln verdeutlichen. So können sich Besucher unterschiedlichster Branchen beispielsweise über die Gebäude-Sanierungsquote oder die Nachhaltigkeitstypen informieren.

Nähere Informationen finden Sie hier.

Eine kostenlose Anmeldung zum Event ist bis zum 22.03. möglich.

Sollten Sie weiterführende Fragen haben, können Sie jederzeit unser Consulting-Team unter consulting@infas360.de kontaktieren.

Die Coronakrise ist eine Datenkrise – Vortrag auf dem 9. Bonner GeoDialog

Unser Talk-Tipp im Rahmen des  9. GeoDIALOG als virtuelle Netzwerkveranstaltung der geobusiness region bonn:

„Die Coronakrise ist eine Datenkrise“

Der Vortrag von Michael Herter, Geschäftsführer von infas 360, beschäftigt sich mit den verfügbaren aber auch fehlenden Daten, um die Pandemie überhaupt zu verstehen und somit (auch) erfolgreich bekämpfen zu können.

Hören Sie einem spannenden Thema zu und talken Sie mit, am 11.3. von 16-18h. Der GeoDialog steht dabei unter dem Motto „Geoinformationen in Pandemien“. 

Weitere Vorträge von Friedrich Fuß, Chief Digital Officer der Stadt Bonn zu Smart City und Christoph Höser vom Institut für Hygiene & Public Health am UKB über Karten in der Risikokommunikation. Weitere Infos finden Sie hier.

Sollten Sie weiterführende Fragen haben, können Sie jederzeit unser Consulting-Team unter consulting@infas360.de kontaktieren.

Einladung zum digitalen Talk: Nutzen von Geoinformationen in der Pandemie

Der 2. GeoIN-Talk als neues, digitales Austausch- und Informationsangebot des Deutschen Dachverbands für Geoinformation, kurz  DDGI, präsentiert dieses Mal ein brandaktuelles Thema:

„Geoinformation und Geo-Intelligence in der Pandemie“

Schwerpunkte bilden aktuelle Anwendungen sowie potenzieller Nutzen raumbezogener Daten im Kampf gegen den Coronavirus, um evidenzbasierte Entscheidungen, z.B. gezielteres Handeln durch schnellere und zuverlässigere Ermittlung und Verfolgung von Infektionsketten an Orten. Die Stimmen, die einen deutlich breiteren Einsatz von Geoinformationen und Location Intelligence fordern, werden immer lauter.

Talken Sie kostenlos mit, am 24.2. von 10-12h auf der Digitalen Plattform des DDGI

Als Impuls dienen derzeit folgende drei Kurzbeiträge:

Dashboards, Plattformen und Dateninfrastrukturen –
Selbstzweck oder gesellschaftlicher Nutzen?
Gerd Buziek, Business Relations Executive, Esri Deutschland GmbH

Die neue Corona-Datenplattform im Auftrag des
BMWI – Basis für effiziente Wissensgenerierung zur
Pandemie in Deutschland – Datenanalysen und DataScience
Michael Herter, Geschäftsführer infas 360 GmbH

Überblick zu Mobilitätsanalysen auf Basis von Mobilfunkdaten
Dr. Vorgrimler und Younes Saidani, Destatis – Statistisches Bundesamt

Sollten Sie weiterführende Fragen haben, können Sie jederzeit unser Consulting-Team unter consulting@infas360.de kontaktieren.

 

Infektions-Hotspot in Verl: Wohnen auf engstem Raum bei sehr hohem Ausländeranteil.

Was Gebäudedaten und Mikrogeographie über die in Quarantäne gesetzten Wohnhäuser im Arbeiterviertel von Verl noch verraten

Seit ein paar Tagen ist der Stadtteil Sürenheide in Verl bei Gütersloh in aller Munde. Wurden doch genau dort im Zuge der neu festgestellten Coronainfektionen von über 1.500 Mitarbeitern (Stand 23.6.2020) der Firma Tönnies rund 670 Menschen unter Quarantäne gesetzt.

Laut Presse geht es dabei um mehrere Wohngebäude im Zollenhausweg 1-29, der Grillenstraße 1-5 und 46-48 (50) sowie der Libellenstr. 39-41, übersichtlich dargestellt im dem Artikel „Arbeiterviertel in Verl abgeperrt„.

Über die postalischen Adressen können zu den jeweiligen Wohnblocks zahlreiche Zusatzinformationen aus der Gebäudedatenbank CASA von infas 360 abgefragt werden. Die CASA-Datenbank wird auf Basis aller amtlich verfügbaren Daten entwickelt und mit weiteren Geo- und Wirtschaftsdaten kombiniert, um möglichst tiefgreifende Insights zu jedem der rund 22,5 Mio. Gebäude in Deutschland zu ermöglichen (Whitepaper zu den Basisdaten). Eine erste Erkenntnis: Von den in der Presse 670 betroffenen Personen wohnen laut CASA-Datenbank 683.

Ziehen wir weiterhin beispielhaft die Häuser des im Quarantänebereich liegenden Bereiches Grillenstr. 46-50 heran, so lässt sich erkennen, dass sich die identische Bebauung in der parallel verlaufenden Libellenstraße 1-5 wiederfindet – es handelt sich um eine Zwillingsbebauung. In beiden Bereichen reihen sich jeweils 3 weitere große Wohngebäude an, weshalb sie als „Mehrparteienhaus en Block“ klassifiziert sind. Dies ist einer von 15 Gebäudebasistypen der CASA-Datenbank auf Basis der amtlichen 3D-Daten. Den Daten lässt sich auch entnehmen, dass die Gebäude versetzt aneinander gereiht sind und mit 10, 18 und 23 Metern bzw. 3, 5 und 7 Etagen unterschiedliche Bauhöhen und Wohnkapazitäten aufweisen (siehe dazu auch das aktuelle Gebäudefoto von P. Menzel). Direkt anliegend befinden sich zahlreiche Garagen, was nicht verwundert, denn die ÖPNV-Anbindung ist hier relativ schlecht und die nächste Apotheke ist 1,8 km entfernt.

In den größten Gebäuden im Quarantänebereich, Grillenstr. 48-50 und Libellenstr. 1-3, wohnen laut Deutscher Post und Analyse von infas 360 offiziell jeweils rund 100 Einwohner in 21 Haushalten. Der Ausländeranteil liegt hier bei 84% und der Anteil der bis 18 Jährigen bei knapp 10%. Die mittlere Wohnfläche einer Wohneinheit liegt zwischen 66 und 80 qm und kostet (Kaufpreis) geschätzt zwischen 75.000 und 100.000 Euro. Das Haushaltsnettoeinkommen wird auf unter 1.000 Euro monatlich berechnet. Gewerbe im Haus sind nicht verzeichnet.

Insgesamt beinhaltet die CASA-Datenbank rund 1.000 Merkmale zu Gebäude- und Wohnumfeld. Von der Dachflächenausrichtung über den Gasanschluss und Straßentyp bis hin zum nächst gelegenen fachspezifischen Arzt oder der Entfernung zu Krankenhäusern mit Intesivbetten inkl. deren aktueller Auslastung mit und ohne Beatmungsgerät (siehe Lösung www.trackyourbed.com ).

Auch in den aktuellen Corona-Zeiten zeigt sich wieder einmal, wie unterschiedlich die lokale Ausprägung von Phänomenen wie dem Infektionsgeschehen sein kann. Um die Gründe dafür besser erkennen, verstehen und eine Entwicklung prognostizieren zu können, bedarf es einer mehrdimensionalen Datenverknüpfung, die so nur mit Geoinformationen möglich ist. Zur besseren Corona-Risikoabschätzung hat infas 360 in den vergangenen Wochen dafür eigens die Datenbank CORA entwickelt, die neben den aktuellsten Fallzahlen zahlreiche weitere Spezialdaten beinhaltet (siehe Blogbeitrag CORA: Bundesweite Datenbank zur Corona-Risikoabschätzung).

Ein weiterer Vorteil: Gebäudedaten und Daten auf Gebäudeebene stellen zunächst immer sachbezogene Informationen dar und sind somit keine personenbezogenen Daten (siehe datenschutzrechtlicher Hinweis)

Sollten Sie weitere Fragen zur CASA-Datenbank haben, dann kontaktieren Sie unser Consulting-Team unter Consulting@infas360.de