Wo sind die Neuinfektionen in der Stadt? Ein Standard bietet sofort Hilfe.

Jeden Tag berichten Politik und Medien über die Entwicklung der Neuinfektionen von COVID-19. Damit ist dem Bürger in der jeweiligen Stadt oder Gemeinde aber nicht viel weitergeholfen. Denn er fragt sich zu Recht: Kommen die Neuinfektionen aus meiner direkten Nähe oder sind sie ein Ort weiter? Gibt es vielleicht sogar örtliche Neuinfektionsherde? Letzteres ist natürlich auch eine Fragestellung der Gesundheitsämter.

In der Wissenschaft hat sich längst ein europäischer Standard innerhalb der Geodaten etabliert, der hier sofort Aushilfe schafft. Das Georaster basiert auf einer Auflösung von 100×100 Metern, was in etwa einem doppelten Fußballfeld entspricht. Es liegt für ganz Europa flächendeckend vor und unterteilt einheitlich den Raum. Für jedes „Pixel“ ist zusätzlich die Einwohnerzahl bekannt. So kann die geographische Genauigkeit so eingestellt werden, dass der Anonymisierungsgrad beliebig wählbar ist. Im nachfolgenden Beispiel sieht man das Raster angewendet auf die Stadt Düsseldorf. Die darin enthaltenen Zahlen stellen die Einwohnerzahl dar. Man kann Rastergröße nun – sollte die Einwohnerzahl einen gewünschten Schwellenwert der Anonymisierung unterschreiten – entsprechend aggregieren (aufsummieren).

Beispiel Düsseldorf: Orange Zellen stellen Neuinfektionen in der Stadt dar.

So kann immer sichergestellt werden, DSGVO-konform, dass kein Rückschluss auf eine jeweilige Person oder Adresse getroffen werden kann. Das Ergebnis in einer Karte dargestellt, zeigt sofort die Neuinfektionen vor Ort und Gesundheitsamt, Politik sowie Bürger können ihren entsprechenden Schlüsse ziehen.

Die Bereitstellung erfolgt über das jeweilige Gesundheitsamt, die die Adressen der Neuinfizierten zur Verfügung stehen haben. Mit einem Tool (Geocoder) kann das Gesundheitsamt intern die Adressen (ohne sie an Dritte weitergeben zu müssen) in das Georaster referenzieren und damit anonymisieren (Geocodierung). Das Anonymisierungsverfahren ist seit vielen Jahren etabliert und datenschutzrechtlich abgesichert.

infas 360 stellt das standardisierte Georaster mit Einwohnerzahlen den Gesundheitsämtern kostenlos zur Verfügung. Denn das Georaster kann auch ideal für die Erkennung von Infektionsherden dienen.

Sollten Sie weitere Fragen zum Einsatz des Georasters haben, dann kontaktieren Sie unser Consulting-Team unter Consulting@infas360.de

 

Aktuelle Untersuchung der COVID19-Infizierten in Deutschland nach Altersgruppen und Geschlecht

Welche Altersgruppe und welches Geschlecht infizieren sich am häufigsten in Deutschland? Eine Untersuchung der Corona-Infizierten in Deutschland nach Alter und Geschlecht im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung.

Dr. Barbara Wawrzyniak, Leiterin Daten & Analysen, infas 360 GmbH, 23.3.2020 

infas 360 hat die aktuellen COVID19-Fälle des RKI, die nach Geschlecht und Alter vorliegen (22.256 Fälle) mit der Verteilung in der Gesamtbevölkerung Deutschlands abgeglichen. Im Ergebnis zeigt sich ein deutlich überproportionaler Anteil der Infizierten in der Altersgruppe der 35- bis 59-jährigen Männer, die um 70% häufiger von einer Infektion betroffen sind gegenüber allen anderen Altersgruppen. Frauen dieser Altersgruppe sind immer noch zu 28% häufiger betroffen. Die Altersgruppe der 60-Jährigen und älter sind dagegen unterdurchschnittlich häufig betroffen. Allerdings sind Männer in dieser Gruppe fast doppelt so oft im Vergleich zu den Frauen derselben Altersgruppe infiziert. Besonders selten sind Kinder unter 15 Jahren vom Virus betroffen.

Anbei das offizielle Dokument (PDF) für Öffentlichkeit und Presse inkl. Tabellen INFAS360_COVID19_nachAlter

Werfen wir abschließend einen Blick nach Italien mit Stand 22.3.2020 (Quelle: Statista), auch wenn die Altersgruppen nicht direkt vergleichbar sind:

  • 0-18 Jahre 1,1%
  • 19-50 Jahre 25,1%
  • 51-70 Jahre 37,7%
  • >70 Jahre 36,1%

In Deutschland liegt der Anteil ab 60 Jahren bei nur 18% (siehe PDF), d.h. in Italien haben sich deutlich mehr ältere Menschen angesteckt.

Weitere Informationen regionalisiert finden Sie auf unserem Kartenportal CORONAMAPS, was täglich aktualisiert und erweitert wird.

Sollten Sie weiterführende Fragen haben, dann kontaktieren Sie uns unter Consulting@infas360.de