Coronakrise: Jeder dritte Geschäftsführende in Deutschland gehört altersbedingt zur Risikogruppe.

Aktuell bilden rund 2,1 Mio. Personen im deutschen Handelsregister die Geschäftsführung. Davon stellt die größte Altersgruppe die der über 60-Jährigen mit fast 660.000 Personen bzw. 32% dar.

Der aktuelle RKI-Lagebericht vom 19.4.2020 zur Corona-Epidemie berichtet, dass von den 4.291 Todesfällen 95,5% auf die Altersgruppe der 60-Jährigen und älter entfallen, obwohl nur 29% der Infizierten dieser Altersgruppe entsprechen. Der Anteil der Verstorbenen liegt damit bei 9,9%. Man kann hier also altersbedingt von einer besonders gefährdeten Risikogruppe sprechen.

Unterteilt man nun die aktiven 2,1 Mio. Personen der 1. Führungsebene (z.B. Geschäftsführer/Innen und Prokurist/Innen) aus der Handelsregisterdatenbank der infas 360 über die vorhandene Geburtsdaten nach Altersgruppen, zeigt sich, dass fast 660.000 Personen bzw. 32% zur Gruppe ab 60 Jahren zählen. Sie stellt damit auch die insgesamt größte aller Altersgruppen dar (siehe nachfolgende Tabelle).

Geschäftsführung nach Altersgruppen

Die Altersgruppen in der Firmendatenbank von infas 360 liegen auch geschlechterspezifisch vor. Dabei stellt sich heraus, dass der weibliche Anteil in der absolut größten Gruppe der ab 60J. mit 27,32% am stärksten vertreten ist (vgl. Abbildung).

Geschäftsführung nach Altersgruppen und Geschlecht (m/w, unbekannt nicht dargestellt)

Zu allen 2,1 Mio. Personen liegen weiterführende Businessinformationen vor, wie z.B.

  • Unternehmensfirmierung
  • Inhaber
  • postalische Adresse und weitere Kontaktdaten (z.B. Telefon, eMail etc.)
  • Branche, Umsatz und Firmengröße
  • weitere Unternehmen am Standort, u.v.m.

So ließe sich beispielsweise sofort identifizieren wie der Altersmix in der Führungsebene in einem Unternehmen aussieht. Sollten Sie weiterführende Auswertungen wünschen, kontaktieren Sie einfach unser Consulting-Team unter Consulting@infas360.de

 

 

 

CORA: Bundesweite Datenbank zur Corona-Risikoabschätzung

Sofort wissen, wo das Gefährdungspotenzial am größten ist: Die bundesweite Datenbank CORA zeigt die Risikogruppe ab 65J. für alle Seniorenheime und privaten Wohngebäude mit vielen nützlichen Zusatzinformationen.

Der RKI-Lagebericht zur Corona-Krise vom 12.4.2020 meldete bundesweit über 120.000 Infizierte bei 2.673 Todesfällen, was zu diesem Zeitpunkt einer Letalitätsrate von 2,2% entspricht. Obwohl nur 17% aller Infizierten über 70 Jahre alt sind, stellt diese Altersgruppe 87% aller Todesfälle dar. Des Weiteren häufen sich Todesfälle in Alters- und Seniorenheimen.

Laut Destatis leben in Deutschland schätzungsweise 16,5 Mio. Personen im Alter von 65+ in rund 12 Mio. Haushalten. Das ist fast ein Drittel aller Haushalte. Davon leben knapp 5 Mio. in Single-Haushalten (u.a. auch betreutes Wohnen) und etwa 900.000 in Alten- und Seniorenheimen. Diese Gruppen sind bei einer Corona-Infektion besonders gefährdet – vor allem die Senioren-Haushalte in Gebäuden mit mehreren bzw. vielen Wohngemeinschaften. Um nun bei einer gemeldeten Neuinfektion das Risiko schneller und besser abschätzen zu können, hat infas 360 die Datenbank CORA (Corona-Risikoabschätzung) entwickelt. Sie lokalisiert mikrogeographisch die Altersgruppe ab 65 Jahren, denn grundsätzlich gilt: Je näher ein Infektionsherd, desto wahrscheinlicher eine Ansteckung.

CORA beinhaltet u.a.:

  • Alle ca. 20 Mio. amtlichen Wohngebäude mit postalischer Adresse und Lage (x-/y-Koordinate)
  • Anzahl Einwohner und Haushalte je Adresse
  • Anteil der Altersgruppe ab 65 Jahren
  • Gebäudetypen nach Altenheim, Ein-/Zweifamilienhaus, Mehrparteienhaus klein, mittel und groß (weitere Differenzierung möglich)
  • Gebäudealter
  • Einwohner- und Bebauungsdichte im Wohnblock
  • Altersstruktur und Haushaltstypen (Single, Paare, Familien) im Wohnblock
  • Weitere Alten- und Seniorenheime im Wohnumfeld
  • Schulen und Schüler/Innen im Wohnumfeld
  • Infektionsrate der Stadt/Landkreis
  • Vorerkrankungen je Stadt/Landkreis

CORA basiert vorwiegend auf amtlichen Daten und dient dazu, das Gefährdungspotenzial sofort und besser abzuschätzen, falls eine Neuinfektion in einem Gebäude auftreten sollte. Da CORA mit Koordinaten ausgestattet ist, kann CORA auch bei der Nachverfolgung von Infektionsketten (Smartphone-GPS und sog. Reverse-Geocoding) unterstützen. Deshalb ist CORA auch um beliebige Daten erweiterbar, z.B. um KITAS und Kinderspielplätze oder Firmenstandorte mit Mitarbeiterzahlen.

Dominierende Altersklasse pro Gebäude ab 65J.
Das Merkmal Altersstruktur gibt die dominierende Altersklasse pro Adresse an. Beispiel hier: Grün ab 60J.

In Kürze wird CORA auch als Webdienst verfügbar sein. Sollten Sie weitere Fragen zu CORA haben, kontaktieren Sie einfach unser Consulting-Team unter Consulting@infas360.de

Informationen zum Datenschutz: Alle mikrogeographischen Daten von infas 360 stammen aus der Datenbank CASA und beinhalten keine personenbezogenen Daten. Hier geht es zu den entsprechenden Datenschutzrechtlichen Hinweisen.