Small Statistical Areas – Potentiale mikrogeographischer Strukturen und Daten für Wirtschaft und Wissenschaft

Das Statistische Bundesamt und die Deutsche Statistische Gesellschaft veranstalten am 14. und 15. November 2019 ihr 28. gemeinsames wissenschaftliches Kolloquium, in diesem Jahr in Bonn. Das Thema der Veranstaltung lautet „Potentiale und Anwendungen georeferenzierter Daten“. Das Kolloquium als Teil einer fest etablierten Veranstaltungsreihe soll wieder ein Forum für den wissenschaftlichen Dialog zwischen amtlicher Statistik und ihren Nutzern, besonders aus den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung bieten.

Ein Vortrag zum Thema lautet: „Small Statistical Areas – Potentiale mikrogeographischer Strukturen und Daten für Wirtschaft und Wissenschaft“ und wird von Michael Herter, Geschäftsführer der infas 360 GmbH, gehalten. Er beschäftigt sich mit seinem Team u.a. mit feinräumigen Gebieten, die statistische Daten enthalten. Sie werden im angelsächsischen Sprachraum auch Small Statistical Areas (SSAs) bezeichnet und gehen Hand in Hand mit sogenannten Small-Area-Methoden (verkürzt SAM), die sich im Wesentlichen für die Verbesserung von Schätzungen eben dieser feinräumigen Daten sorgen. Im Zentrum steht dabei das Regionalisieren, also das „Herunterrechnen“ von vorliegenden Daten auf gröberen Regionen in feinere geographische Einheiten auch wenn diese nur sehr wenige oder gar fehlende (Befragungs-)Werte aufweisen (siehe dazu auch Blogbeitrag „Auf den Hund gekommen“).

Das Abstract zum Vortrag erhalten Sie hier als PDF zum Download Small Statistical Areas-FINAL. Die Präsentation zu „Small Statistical Areas – Potentiale mikrogeographischer Strukturen und Daten für Wirtschaft und Wissenschaft“ ist ab 15.11.2019 über unser Consulting-Team consulting@infas360.de erhältlich.

 

 

 

Apotheken im Umbruch: Jeder vierte kauft mittlerweile frei verkäufliche Arzneimittel online.

Im Rahmen des CASA Monitors Konsum befragte infas 360 im Mai und Juni 2019 über 10.000 Personen online-repräsentativ u.a. zum Einkaufsverhalten in Apotheken und Drogerien.

Neben Produkten wie Pflege & Beauty (siehe dazu auch Blogbeitrag zur Dermatologie) konnten die Befragten angeben wo sie überwiegend frei verkäufliche Arzneimittel kaufen würden. Überraschend stark zeigte sich hier die Online-Apotheke mit 26,9% weiter dominiert von der klassisch stationären Apotheke mit 61,2% (siehe nachfolgende Ergebnistabelle).

Wo kaufen Sie Arzneimittel (nicht rezeptpflichtig, z. B. Kopfschmerztabletten) ein? n=10.303 Befragte, Quelle: CASA Monitor Konsum, 2019
Hauptsächlich in der Apotheke (stationär) 61,20%
Hauptsächlich in der Online-Apotheke 26,90%
Hauptsächlich im Drogeriemarkt 4,11%
Egal wo, Hauptsache im Geschäft 2,37%
Egal wo, Hauptsache online 1,28%
Gar nicht 4,14%

Zum Vergleich: Im Bereich Beauty & Pflege gaben nur 3%, an diese Produkte über die Versandapotheke zu beziehen. Hier dominieren mit 67,5% klar die Drogeriemärkte.

Durch die hohen Fallzahlen und weiteren Datenquellen der infas 360 können nun die einzelnen Käufergruppen beliebig intensiv untersucht werden, so z.B. auch apothekenspezifisch, da die jeweilige Wohnlage zur entsprechend nächsten Apotheke bekannt ist (Geomarketing für Apotheken).

Sollten Sie weiterführende Informationen zu den Online-Apothekenkäufern wünschen, dann kontaktieren Sie einfach unser Consulting-Team unter Consulting@infas360.de

P.S.: Der Bundesverband Deutscher Versandapotheken BVDVA beziffert die Anteile auf seiner Webseite mit 42% (Bitkom, 2018) sogar noch deutlich höher.

 

The Future of Mapping: Die Kompetenztage Geomarketing auf Tour

Neue Plattform, neue Daten, neue Anwendungen: Die Kompetenztage Geomarketing gehen unter dem Slogan „The Future of Mapping“ im Oktober auf Roadshow. Sichern Sie sich eines der limitierten, kostenlosen Tickets entweder für Stuttgart, München, Köln, Berlin oder Hamburg.

Lagen einst die klassischen Komponenten des Geomarketings (Software, Daten und Analysen) nur lokal vor, wachsen durch die fortlaufende digitale Vernetzung tagtäglich die Möglichkeiten, gezielt auf segmentiertes Zielgruppenwissen zuzugreifen. Karten sind heute schon ein Standard für Auswertungen und Reportings aller Art, werden aber erst in Verbindung mit globalen Datenpools ein wertvolles Instrument im Geomarketing.

Die Kompetenztage Geomarketing bringen Sie dazu auf den neuesten Stand. Großer Auftakt ist in Stuttgart am 15.10. in der Mercedes-Benz Arena. Weitere Infos und Anmeldung unter https://www.kompetenztage-geomarketing.de/

Studie zu dermatologischen Marken: Bepanthen klare Nummer 1

Im Mai und Juni befragte infas 360 im Rahmen des CASA Monitors Konsum über 10.000 Personen u.a. zur Bekanntheit und Kauf- und Ausgabeverhalten dermatologischer Marken. Hintergrund war die Anforderung, unterschiedliche Käufertypen zu identifizieren (siehe dazu auch Brand. Needs. Personas), weshalb auch die individuellen Bedürfnisse der jeweiligen Käufergruppen ermittelt wurden.

Ein Ergebnis ist ein aktuelles Ranking 13 dermatologischer Marken, von Bepanthen über Eucerin bis hin zu Physiogel. Die Frage zu der nachfolgenden Graphik lautete: „Welche der folgenden Marken für dermatologische Pflegeprodukte kennen Sie?“

Diagramm Bekanntheitsgrad von Pflegeprodukten

Bei Bepanthen antworteten 55,5%, dass Sie das Produkt gelegentlich oder öfters kaufen würden. Das ist ein unangefochtener erster Platz. Lediglich nur 6% aller Personen sagten von sich, die Marke nicht zu kennen. Geht man bei der Markenbekanntheit nur von diesem Wert aus, belegt Physiogel mit 71,1% den letzten Platz. Dafür überrascht diese Marke im männlichen Segment. Mit 53% männlicher Käufergruppe erschließt sie sich eine besondere Zielgruppe im Markt der Dermatologie, herrschen doch auch gerne Geschlechterverteilungen beim Kauf von 70% Frau zu Mann vor.

Hier das offizielle Ranking nach den Kaufanteilen (grüne Balken):

  1. Bepanthen, 55,5%
  2. Sebamed, 26,1%
  3. Eucerin, 25,9%
  4. Neutrogena, 24,9%
  5. Lavera, 21,2%
  6. Vichy, 15,3%
  7. Eubos, 9,9%
  8. La Roche-Posay, 9,4%
  9. Avène, 8,1%
  10. Bioderma, 7,5%
  11. Phsyiogel, 4,9%
  12. Dermasence, 4,6%
  13. Dermalogica, 3,9%

Durch die Verknüpfung mit Big Data ist der Informationstiefe des CASA Monitors von infas 360 eigentlich keine Grenze gesetzt. Das wird vor allem bei der Personabildung und dem lokalisieren der Zielgruppen genutzt. So gibt es z.B. die Persona Benedikt (47), der die Creme vor allem für seine allergische Haut nutzt. Ihm ist wichtig beim Kauf,

  • dass die Angebote aus seiner Region oder Heimat kommen,
  • dass er mit seinem Kauf einen guten Zweck unterstützt,
  • dass es ein Erlebnis mit Freunden oder der Familie ist,
  • dass die Einkaufsumgebung besonders ansprechend gestaltet ist.

Sie möchten mehr über die Studie erfahren? Dann fordern Sie einfach unsere kostenlose Präsentation Brand. Needs. Personas. Best Case Dermatologie bei unserem Consulting-Team unter Consulting@infas360.de an.

Brand. Needs. Personas: infas 360 auf dem Werbewirkungsgipfel 2019 in Frankfurt.

Am 29. und 30. August 2019 findet im Mariott Hotel in Frankfurt der Werbewirkungsgipfel 2019 statt. Als Aussteller und mit dem Vortrag „Brand. Needs. Personas.“ ist infas 360 dieses Jahr dabei.

Julia Kroth, Research Consultant bei infas 360, und Dr. Guido Beier von de3p.de werden die Bedeutung von Personas und deren unterschiedliche Bedürfnisse auf die Markenführung erläutern. Am Beispiel dermatologischer Marken wird das Basic Human Needs System in Verbindung mit der Personabildung angewendet und erklärt. Im Zentrum dabei stehen die 77 menschlichen Grundbedürfnisse unterteilt in 5 Kategorien, abgeleitet aus 100 Jahren Bedürfnisforschung und 25 Jahren Experience Research. Es ermöglicht Unternehmen eine Markenführung über die gesamte Value Chain: Research, Produktinnovation, Marketing, Sales & Service.

Der Werbewirkungsgipfel 2019 tagt parallel zum Marktforschungs-Kongress „Insights“ der Fachzeitschrift planung & analyse. Sollten Sie nicht die Möglichkeit haben, an einer der beiden Veranstaltungen teilzunehmen, können Sie sich über unser Consulting-Team unter Consulting@infas360.de den Vortrag unverbindlich zuschicken lassen.

Prospekte und Beilagen klare Nummer 1 unter den Werbemedien für bewusste Kaufanregung.

infas 360 untersucht fortlaufend das bundesweite Konsumverhalten. In der aktuellen Befragung, dem CASA Monitor 06/2019, wurden so 10.231 Personen u.a. gefragt: „Welche Medien haben Sie in den letzten 3 Monaten bewusst zum Kauf eines Produktes angeregt?“

Wie auch schon 2017 (siehe Blogbeitrag) konnten die Befragten unter Mehrfachnennung zwischen analogen und digitalen Werbekanälen  auswählen. Im Unterschied zu vor 2 Jahren wurde nun die Kaufanregung auf die letzten 3 Monate eingeschränkt. Das für viele antiquierierte Werbemedium „Prospekte & Beilagen“ belegte damals schon den ersten Platz als es darum ging, die Werbeerinnerung innerhalb eines Jahres einzuschätzen. Und siehe da: Auch in der kurzfristigen Kaufanregung sind „Beilagen & Prospekte“ klare Nummer 1. Jeder Dritte gibt das Werbemedium als bewusst wahrgenommene Kaufanregung an!

Bewusste Werbeerinnerung und Anreiz zum Kauf nach Medium in den letzten 3 Monaten

Neu aufgenommen in 2019 wurden „Familie & Freunde“ (bzw. persönliche Kaufempfehlung) sowie Testberichte und Preisvergleichsseiten im Internet. Im Vergleich dazu nachfolgend nochmal die Befragungsergebnisse aus 2017. Wie man sehen kann: Youtube ist klar im Kommen, TV-Werbung verliert massiv – abgeschlagen: Plakatwerbung.

Zum einen sind die Befragungsergebnisse aufgrund ihrer hohen Fallzahl regionalisierbar. Zum anderen berechnet infas 360 aus dem Konsumverhalten u.a. die Shoppertypen pro postalischer Adresse für gezieltes Direktmarketing und Geomarketing (hier Standortanalysen und Verteiloptimierungen. Siehe dazu auch folgenden Blogbeitrag.

Für weiterführende Fragen kontaktieren Sie einfach unser Consulting-Team unter Consulting@infas360.de

Berlin ist Top-Gründerstadt Deutschlands. Es folgen München, Hamburg und Frankfurt. Bonn hat prozentual die Nase vorn!

Auf Anfrage hat infas 360 alle Handelsregistereintragungen im Zeitraum von Juni 2018 und Mai 2019 nach Unternehmensneugründungen adressgenau ausgewertet. Die Daten können so regional in beliebige Gebiete aufsummiert werden und liegen für weitere Auswertungen sowohl für alle  Städte- und Gemeinden als auch die 5-stelligen Postleitzahlen vor.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Top 15 im Städte-Ranking nach Neugründungen (absolut). Berlin ist sowohl in der Gesamtzahl der Unternehmen als auch in den Neugründungen innerhalb eines Jahres (siehe o. g. Zeitraum) in Deutschland führend. Das Verhältnis zueinander wird in % ausgewiesen. Danach wäre Bonn mit Abstand die Top-Gründerstadt unter den genannten 15 Städten.

Ranking Stadt Anzahl Unternehmen Anzahl Neugründungen %
1 Berlin 94.398 10.694 11,3%
2 Hamburg 57.149 5.334 9,3%
3 München 46.220 4.623 10,0%
4 Frankfurt 23.228 2.426 10,4%
5 Düsseldorf 21.724 2.315 10,7%
6 Köln 25.210 2.204 8,7%
7 Essen 9.612 1.077 11,2%
8 Bremen 11.294 966 8,6%
9 Stuttgart 13.117 964 7,3%
10 Leipzig 10.231 935 9,1%
11 Bonn 5.655 889 15,7%
12 Hannover 10.047 868 8,6%
13 Nürnberg 9.565 782 8,2%
14 Dortmund 8.184 728 8,9%
15 Dresden 8.199 616 7,5%

Die Daten liegen als Gründungsatlas für alle 5-stelligen Postleitzahlen vor und können interaktiv hier abgerufen werden.

Selbstverständlich können die Untersuchung der Neugründungen beliebig geändert und ausgeweitet werden. So z.B. liegen der infas 360 die  Handelsregisterdaten tagesaktuell, nach Geschlecht und Alter vor. Den Gründungen können so auch die Schließungen oder die Wirtschaftskraft eines Gebiets, indem die Neugründungen erfolgen, gegenübergestellt werden. Aktuell untersucht infas 360 geschlechterspezifisch die Wiederschließungen von Neugründungen in der letzten 5 Jahren.

Sollte Sie weiterführende Fragen zu Neugründungen oder Unternehmensinformationen (B2B-Informationen bis auf Adressebene) haben, dann kontaktieren Sie unser Consulting-Team unter Consulting@infas360.de