Limbic®Types adressgenau: infas 360 lokalisiert das Konsumverhalten anhand von Persönlichkeitsstrukturen

Die Limbic® Types sind eine Zielgruppensegmentierung im Rahmen des neuropsychologischen Limbic® Ansatzes basierend auf dem Motiv- und Persönlichkeitssystem des Menschen. Sie spiegeln die kausalen Zusammenhänge (Motivationen, Treiber & Barrieren) für menschliches Entscheidungsverhalten wider. Die Limbic® Types wurden von der Nymphenburg Gruppe entwickelt und bereits in vielen Marktmodellen erfolgreich etabliert.

Gemeinsam mit infas 360 finden die Segmente nun erstmals im Smart Research-Verfahren ihren Einsatz. Zielsetzung ist die Implementierung spezifischer Limbic®-Fragen in die fortlaufende Multi-Client-Studie „CASA Monitor“ der infas 360, deren Ergebnisse dank der hohen Fallzahlen (10.000 Befragte je Welle) und der innovativen Small Area Methoden nachvollziehbar in die Fläche übertragen werden können.

Durch die exakte Verknüpfung der Befragungsergebnisse mit der Gebäudedatenbank CASA, die alle rund 22 Mio. postalischen Adressen mit ca. 1.000 Merkmalen wie Sozio-Demographie und Einkommen beinhaltet, können die Limbic® Types gebäudescharf berechnet und somit an die firmeneigenen CRM-Daten angereichert oder zu  jeder beliebigen Gebietsstruktur referenziert werden.

Für weiterführende Informationen kontaktieren Sie einfach unser Consulting-Team unter Consulting@infas360.de

 

Deutlicher Rückgang bei Neugründungen im April

Auf Basis tagesaktueller Handelsregistermeldungen wertet infas 360 u.a. Gründungen, Insolvenzen und Umbenennungen aus. Für den Zeitraum April 2020 wurden bundesweit so z.B. insgesamt 7.546 GmbHs und UGs neu angemeldet.

Im Vergleich zum Vormonat März ist dies ein Rückgang um 21,2% bzw. 2.025 GmbHs und UGs. Dabei trifft es die haftungsbeschränkten Unternehmergesellschaften mit -12,1% deutlich weniger. Sie fallen von 2.401 auf 2.110 ab.

Auch ein Vergleich zum Vorjahr (April 2019) zeigt einen Rückgang, allerdings nur von 12,2%, wobei das Jahr 2020 auch mit einem Gründungsanstieg im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr von fast 5% begann.

Da auch das Alter und Geschlecht der Gründer/Innen bekannt ist, kann festgestellt werden, dass der Rückgang der Neugründungen überproportional die weibliche Gruppe betrifft. Sie verlor gegenüber dem Vormonat im Anteil von 17,7% auf 16,3% bzw. -572, was vor allem an den -529 Gründerinnen in GmbHs begründet liegt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind es -281 bzw. -261 (nur in GmbHs) .

Nachfolgend die Zahlen im Überblick:

01.04.2020-30.04.2020
GmbH’s UG’s Gesamt
Gründungen 5436 2110 7546
männlich 5820 1808 7628
weiblich 1063 425 1488
unbestimmt 309 105 414
01.03.2020-31.03.2020
GmbH’s UG’s Gesamt
Gründungen 7170 2401 9571
männlich 7499 2076 9575
weiblich 1592 468 2060
unbestimmt 428 122 550
01.04.2019-30.04.2019
GmbH’s UG’s Gesamt
Gründungen 6463 2131 8594
männlich 6854 1837 8691
weiblich 1324 445 1769
unbestimmt 434 107 541

Haben Sie weitere Fragen zu unseren tagesaktuellen Handelsregisterdaten, B2B-Adressen oder B2B-Analysen, dann wenden Sie sich an unser Consulting-Team Consulting@infas360.de .

 

Wo sind die Neuinfektionen in der Stadt? Ein Standard bietet sofort Hilfe.

Jeden Tag berichten Politik und Medien über die Entwicklung der Neuinfektionen von COVID-19. Damit ist dem Bürger in der jeweiligen Stadt oder Gemeinde aber nicht viel weitergeholfen. Denn er fragt sich zu Recht: Kommen die Neuinfektionen aus meiner direkten Nähe oder sind sie ein Ort weiter? Gibt es vielleicht sogar örtliche Neuinfektionsherde? Letzteres ist natürlich auch eine Fragestellung der Gesundheitsämter.

In der Wissenschaft hat sich längst ein europäischer Standard innerhalb der Geodaten etabliert, der hier sofort Aushilfe schafft. Das Georaster basiert auf einer Auflösung von 100×100 Metern, was in etwa einem doppelten Fußballfeld entspricht. Es liegt für ganz Europa flächendeckend vor und unterteilt einheitlich den Raum. Für jedes „Pixel“ ist zusätzlich die Einwohnerzahl bekannt. So kann die geographische Genauigkeit so eingestellt werden, dass der Anonymisierungsgrad beliebig wählbar ist. Im nachfolgenden Beispiel sieht man das Raster angewendet auf die Stadt Düsseldorf. Die darin enthaltenen Zahlen stellen die Einwohnerzahl dar. Man kann Rastergröße nun – sollte die Einwohnerzahl einen gewünschten Schwellenwert der Anonymisierung unterschreiten – entsprechend aggregieren (aufsummieren).

Beispiel Düsseldorf: Orange Zellen stellen Neuinfektionen in der Stadt dar.

So kann immer sichergestellt werden, DSGVO-konform, dass kein Rückschluss auf eine jeweilige Person oder Adresse getroffen werden kann. Das Ergebnis in einer Karte dargestellt, zeigt sofort die Neuinfektionen vor Ort und Gesundheitsamt, Politik sowie Bürger können ihren entsprechenden Schlüsse ziehen.

Die Bereitstellung erfolgt über das jeweilige Gesundheitsamt, die die Adressen der Neuinfizierten zur Verfügung stehen haben. Mit einem Tool (Geocoder) kann das Gesundheitsamt intern die Adressen (ohne sie an Dritte weitergeben zu müssen) in das Georaster referenzieren und damit anonymisieren (Geocodierung). Das Anonymisierungsverfahren ist seit vielen Jahren etabliert und datenschutzrechtlich abgesichert.

infas 360 stellt das standardisierte Georaster mit Einwohnerzahlen den Gesundheitsämtern kostenlos zur Verfügung. Denn das Georaster kann auch ideal für die Erkennung von Infektionsherden dienen.

Sollten Sie weitere Fragen zum Einsatz des Georasters haben, dann kontaktieren Sie unser Consulting-Team unter Consulting@infas360.de

 

Auch bei PEPP-PT gilt: Ein Pseudonym ist nicht anonym

In der politischen und medialen Diskussion um den europäischen Standard PEPP-PT werden oftmals die Begrifflichkeiten pseudonymisierte und anonymisierte Daten falsch verwendet.

Dabei ist es eigentlich ganz einfach: Auch lange vor der DSGVO wurde immer zwischen den beiden Datentypen unterschieden. Und das aus gutem Grund!

Pseudonymisierte Daten entsprechen personenbezogenen Daten, wobei der Rückschluss auf die jeweilige Person über ein „pseudonym“ oder ein „alias“ erfolgen kann. Ein einfaches Beispiel dafür kann eine Identifikationsnummer sein, die einer Person entspricht, z.B. 4711 hat blaue Augen und braune Haare. In einem anderen Datensatz wird 4711 mit dem Namen Thomas Müller geführt. In einem anderen 4711 mit der Adresse.

Anonymisierung seit der DSGVO bedeutet, dass keine Möglichkeit zur Re-Identifikation des Betroffenen besteht. Eine Einschränkung wie in § 3 Ziff. 6 BDSG a.F. „[…] oder nur mit einem unverhältnismäßig großen Aufwand an Zeit, Kosten und Arbeitskraft […]“ wird von der DSGVO nicht vorgenommen. Wenn also eine Möglichkeit der Zuordnung der Daten zu einer identifizierten oder identifizierbaren natürlichen Person besteht, sind die Daten keine anonymen Daten. Darum müssen für eine erfolgreiche Anonymisierung alle Informationen, die das möglich machen würden, gelöscht oder z.B. durch Ziffern o.Ä. ersetzt werden.

Eine Re-Identifizierung findet übrigens auch dann statt, wenn dem Betroffenen nicht der bürgerliche Name zugeordnet werden kann, aber eine Individualisierung einer Person und Aussagen über ihre persönlichen Verhältnisse anhand der Daten möglich sind.

Für die derzeitige Diskussion rund um PEPP-PT heisst das, dass sollte eine Re-Identifizierung möglich sein, was ja u.a. Zielsetzung bei der personenbezogenen Abbildung von Corona-Infektionsketten sein könnte, dann spricht man von Pseudonymisierung, nicht Anonymisierung. So verhält es sich beispielsweise auch bei der Corona-Datenspende-App des RKI. Sie verarbeitet Daten so, dass ein Rückschluss theoretisch möglich bleibt.

Interessant in diesen Zusammenhang ist der Hinweis auf §89 der DSGVO „Garantien und Ausnahmen in Bezug auf die Verarbeitung zu im öffentlichen Interesse liegenden Archivzwecken, zu wissenschaftlichen oder historischen Forschungszwecken und zu statistischen Zwecken.“ Hier wird explizit in Absatz 1 auf die Pseudonymisierung als mögliches Mittel der Datenminimierung hingewiesen. Gleichzeitig wird aber auch betont, dass in allen Fällen, die Identifizierung von betroffenen Personen nicht oder nicht mehr möglich sein darf.

Von vielen Seiten wurde als Alternative zu PEPP-PT die GPS-Lokalisierung vorgeschlagen. Der Vorteil hier besteht darin, dass räumliche Bewegungsmuster durch Aggregation anonymisiert ermittelt werden können.

Aggregiert & anonym: Bewegungsmuster eines Nutzers in Bonn; Identifikation von 100×100 Meter HotSpots / Rasterdaten

Sollten Sie weitere Fragen zum Thema haben, dann kontaktieren Sie unser Consulting-Team unter Consulting@infas360.de 

Coronakrise: Jeder dritte Geschäftsführende in Deutschland gehört altersbedingt zur Risikogruppe.

Aktuell bilden rund 2,1 Mio. Personen im deutschen Handelsregister die Geschäftsführung. Davon stellt die größte Altersgruppe die der über 60-Jährigen mit fast 660.000 Personen bzw. 32% dar.

Der aktuelle RKI-Lagebericht vom 19.4.2020 zur Corona-Epidemie berichtet, dass von den 4.291 Todesfällen 95,5% auf die Altersgruppe der 60-Jährigen und älter entfallen, obwohl nur 29% der Infizierten dieser Altersgruppe entsprechen. Der Anteil der Verstorbenen liegt damit bei 9,9%. Man kann hier also altersbedingt von einer besonders gefährdeten Risikogruppe sprechen.

Unterteilt man nun die aktiven 2,1 Mio. Personen der 1. Führungsebene (z.B. Geschäftsführer/Innen und Prokurist/Innen) aus der Handelsregisterdatenbank der infas 360 über die vorhandene Geburtsdaten nach Altersgruppen, zeigt sich, dass fast 660.000 Personen bzw. 32% zur Gruppe ab 60 Jahren zählen. Sie stellt damit auch die insgesamt größte aller Altersgruppen dar (siehe nachfolgende Tabelle).

Geschäftsführung nach Altersgruppen

Die Altersgruppen in der Firmendatenbank von infas 360 liegen auch geschlechterspezifisch vor. Dabei stellt sich heraus, dass der weibliche Anteil in der absolut größten Gruppe der ab 60J. mit 27,32% am stärksten vertreten ist (vgl. Abbildung).

Geschäftsführung nach Altersgruppen und Geschlecht (m/w, unbekannt nicht dargestellt)

Zu allen 2,1 Mio. Personen liegen weiterführende Businessinformationen vor, wie z.B.

  • Unternehmensfirmierung
  • Inhaber
  • postalische Adresse und weitere Kontaktdaten (z.B. Telefon, eMail etc.)
  • Branche, Umsatz und Firmengröße
  • weitere Unternehmen am Standort, u.v.m.

So ließe sich beispielsweise sofort identifizieren wie der Altersmix in der Führungsebene in einem Unternehmen aussieht. Sollten Sie weiterführende Auswertungen wünschen, kontaktieren Sie einfach unser Consulting-Team unter Consulting@infas360.de

 

 

 

CORA: Bundesweite Datenbank zur Corona-Risikoabschätzung

Sofort wissen, wo das Gefährdungspotenzial am größten ist: Die bundesweite Datenbank CORA zeigt die Risikogruppe ab 65J. für alle Seniorenheime und privaten Wohngebäude mit vielen nützlichen Zusatzinformationen.

Der RKI-Lagebericht zur Corona-Krise vom 12.4.2020 meldete bundesweit über 120.000 Infizierte bei 2.673 Todesfällen, was zu diesem Zeitpunkt einer Letalitätsrate von 2,2% entspricht. Obwohl nur 17% aller Infizierten über 70 Jahre alt sind, stellt diese Altersgruppe 87% aller Todesfälle dar. Des Weiteren häufen sich Todesfälle in Alters- und Seniorenheimen.

Laut Destatis leben in Deutschland schätzungsweise 16,5 Mio. Personen im Alter von 65+ in rund 12 Mio. Haushalten. Das ist fast ein Drittel aller Haushalte. Davon leben knapp 5 Mio. in Single-Haushalten (u.a. auch betreutes Wohnen) und etwa 900.000 in Alten- und Seniorenheimen. Diese Gruppen sind bei einer Corona-Infektion besonders gefährdet – vor allem die Senioren-Haushalte in Gebäuden mit mehreren bzw. vielen Wohngemeinschaften. Um nun bei einer gemeldeten Neuinfektion das Risiko schneller und besser abschätzen zu können, hat infas 360 die Datenbank CORA (Corona-Risikoabschätzung) entwickelt. Sie lokalisiert mikrogeographisch die Altersgruppe ab 65 Jahren, denn grundsätzlich gilt: Je näher ein Infektionsherd, desto wahrscheinlicher eine Ansteckung.

CORA beinhaltet u.a.:

  • Alle ca. 20 Mio. amtlichen Wohngebäude mit postalischer Adresse und Lage (x-/y-Koordinate)
  • Anzahl Einwohner und Haushalte je Adresse
  • Anteil der Altersgruppe ab 65 Jahren
  • Gebäudetypen nach Altenheim, Ein-/Zweifamilienhaus, Mehrparteienhaus klein, mittel und groß (weitere Differenzierung möglich)
  • Gebäudealter
  • Einwohner- und Bebauungsdichte im Wohnblock
  • Altersstruktur und Haushaltstypen (Single, Paare, Familien) im Wohnblock
  • Weitere Alten- und Seniorenheime im Wohnumfeld
  • Schulen und Schüler/Innen im Wohnumfeld
  • Infektionsrate der Stadt/Landkreis
  • Vorerkrankungen je Stadt/Landkreis

CORA basiert vorwiegend auf amtlichen Daten und dient dazu, das Gefährdungspotenzial sofort und besser abzuschätzen, falls eine Neuinfektion in einem Gebäude auftreten sollte. Da CORA mit Koordinaten ausgestattet ist, kann CORA auch bei der Nachverfolgung von Infektionsketten (Smartphone-GPS und sog. Reverse-Geocoding) unterstützen. Deshalb ist CORA auch um beliebige Daten erweiterbar, z.B. um KITAS und Kinderspielplätze oder Firmenstandorte mit Mitarbeiterzahlen.

Dominierende Altersklasse pro Gebäude ab 65J.
Das Merkmal Altersstruktur gibt die dominierende Altersklasse pro Adresse an. Beispiel hier: Grün ab 60J.

In Kürze wird CORA auch als Webdienst verfügbar sein. Sollten Sie weitere Fragen zu CORA haben, kontaktieren Sie einfach unser Consulting-Team unter Consulting@infas360.de

Informationen zum Datenschutz: Alle mikrogeographischen Daten von infas 360 stammen aus der Datenbank CASA und beinhalten keine personenbezogenen Daten. Hier geht es zu den entsprechenden Datenschutzrechtlichen Hinweisen.

Mehr Startups im März trotz Corona-Krise

Täglich sammelt infas 360 alle Handelsregistermeldungen. Dazu zählen auch alle Neugründungen von GmbHs und UGs sowie deren Geschäftsführung nach Alter und Geschlecht. Die Daten liegen mittlerweile seit 1991 vor. Verknüpft mit den weiteren adressgenauen Datenbanken kann so nahezu jede Businessanalyse getätigt werden. Aufgrund der Corona-Krise wurde so untersucht, ob Unternehmensgründungen im 1. Quartal 2020, respektive im März 2020, zurückgegangen sind.

Es wurden mehr GmbHs und UGs im Vergleich zum Vorjahr gegründet

Mit 9.571 Gründungen waren es im März diesen Jahres 405 Unternehmen mehr als im Vorjahr. Das entspricht einem + von 4,4%. Bei den GmbHs ergibt sich sogar ein + von fast 5%. Ein noch positiveres Bild zeigt das 1. Quartal 2020 im Vergleich. Mit insgesamt 28.773 Unternehmen wurden von Januar bis März 1.306 mehr gegründet als 2019. Das ist ein + von 4,7%. Bei den GmbHs sogar ein + von 5,5%.

Auch das Durchschnittsalter hat sich gegenüber 2019 etwas verjüngt bei leichtem Anstieg des Männeranteils (vgl. nachfolgende Tabellen, durch Klick vergrößerbar).

Unternehmensgründungen im März 2020 im Vergleich zum Vorjahr
Unternehmensgründungen im Q1/2020 im Vergleich zum Vorjahr

 

 

 

 

 

 

 

 

Sollten Sie weitere Informationen zum Business-Report wünschen dann kontaktieren Sie unser Consulting-Team unter Consulting@infas360.de