Energieautarke Haushalte: Münster ist die Nummer 1 unter Deutschlands Top-Städten, gefolgt von München, Bielefeld, Bonn und Dresden.

Das Potenzial für energieautarke Haushalte in Deutschland beträgt in den nächsten Jahren bundesweit rund 5 Millionen Haushalte. So das Ergebnis einer umfassenden Studie zur Energieautarkie von infas 360. Wie aber verteilt sich das Potenzial regional? Und welche deutsche Stadt hat die Nase vorn?

Bei der Potenzialberechnung für Energieautarkie wurden bundesweit die Haushalte betrachtet, die entweder bereits im Eigentum wohnen (BRD: 45,9%) oder die gerade vor einem konkreten Eigentumskauf stehen (BRD: 10,9%). Unter diesen konnten rund 5 Mio. energieautarke Haushalte eindeutig ermittelt werden.

Der bundesweite Durchschnitt spiegelt aber wie so oft nicht die regionalen Unterschiede wider. Deshalb hat infas 360 das Profil auf alle Haushalte in Deutschland adressgenau übertragen. So können alle Ergebnisse auch für jedes gewünschte Gebiet regional ausgewertet werden – das ist besonders spannend etwa für den jeweiligen Energieversorger vor Ort.

In der nachfolgenden Auswertung wurden die TOP20 der größten deutschen Städte untersucht. Hier leben zusammen 657.417 der energieautarken Haushalte (bzw. 13% der 5 Mio. gesamt Energieautarken in Deutschland). Die restlichen 87% leben in kleineren Städten und auf dem Land, so das Studienergebnis. Absolut gesehen hätte natürlich Berlin die Nase vorn, allein weil dort die meisten Menschen leben und also auch die meisten Energieautarken. Setzt man die Zahl der Energieautarken aber ins Verhältnis zu allen Haushalten in der Stadt, stellt sich das ganz anders dar. So hat Münster als kleinste der 20 größten Städte mit einem Anteil von 28,12% energieautarker Haushalte die Nase vorn. Absolut mit 24.504 energieautarken Haushalten erreicht Münster damit das Niveau von Stuttgart.

Nachfolgende Tabelle zeigt die 20 größten Städte Deutschlands, deren Grundgesamtheit für Energieautarkie (Eigentümer + Mieter, die vor Eigentumskauf stehen), und innerhalb dieser den Anteil der tatsächlich Energieautarken im Ranking (1-20).

Top 20 Städte
(nach Größe)
Anzahl
Haushalte
Eigentümer + Mieter vor Kauf, absolut … davon Anzahl
Energieautarker Haushalte
Anteil
Energieautarker Haushalte in %
Städte-Ranking
Berlin 1.997.934 802.963 134.662 16,77 10
Hamburg 993.116 472.686 78.400 16,59 12
München 800.152 393.956 83.951 21,31 2
Köln 565.155 255.452 35.023 13,71 19
Frankfurt a. M. 391.746 173.659 28.495 16,41 15
Stuttgart 317.085 138.477 24.526 17,71 7
Düsseldorf 345.211 143.108 21.372 14,93 16
Dortmund 309.242 134.514 24.458 18,18 6
Essen 314.688 125.674 21.631 17,21 9
Leipzig 316.182 136.276 23.941 17,57 8
Bremen 306.363 148.935 24.413 16,39 13
Dresden 290.468 122.742 23.357 19,03 5
Hannover 300.872 126.959 18.828 14,83 17
Nürnberg 287.415 119.105 15.281 12,83 20
Duisburg 252.693 112.331 15.608 13,89 18
Bochum 192.261 83.154 13.834 16,64 11
Wuppertal 184.612 75.425 12.374 16,41 14
Bielefeld 166.160 85.111 17.315 20,34 3
Bonn 169.906 79.653 15.444 19,39 4
Münster 166.095 87.148 24.504 28,12 1

Sie haben Fragen zur Regionaltabelle oder interessieren sich für das Potenzial eines beliebigen anderen Gebiets? Dann kontaktieren Sie unser Consulting-Team unter Consulting@infas360.de  

Erstmals Zielgruppe der Mieter mit konkretem Eigentums-Kaufplan identifiziert und lokalisiert.

In Deutschland leben 4,469 Millionen Haushalte, die sich derzeit noch in einem Mietverhältnis befinden, die aber in den nächsten 24 Monaten ein Eigenheim kaufen wollen und entsprechend umziehen werden. So das Ergebnis einer umfassenden Studie der infas 360.

Über 10.000 Personen wurden im Rahmen einer Studie umfassend befragt, um die Zielgruppe der Energieautarken Haushalte zu identifizieren und zu lokalisieren (siehe Blogbeitrag). Gefragt wurde auch nach der aktuellen Wohnsituation: 1. in Eigentum, 2. zur Miete, oder 3. aktuell zur Miete, aber mit konkretem Kaufplan innerhalb der nächsten 24 Monate. So konnte in den nachgelagerten Analysen unterteilt werden in Mieter- und Eigentümermarkt. Für Mieter ist das Thema Energieautarkie tendenziell unrelevant. Eigentümer sind deutlich mehr interessiert an diesem Thema. Aber besonders diejenigen, die zwar aktuell noch Mieter sind, aber konkret die zeitnahe Investition in Wohneigentum planen, stellten sich als besonders Energieautarkie-affin heraus.

Die Zielgruppe der Wohneigentums-Planer lebt aktuell eher in den Innenstädten, ist über 40 Jahre alt, gebildet, verfügt über eine etwas höhere Kaufkraft und hat Kinder im Haushalt. Sie streben aufgrund der momentan innerstädtischen Wohnsituation eher in den Speckgürtel mit der Intention, dass wenn schon ein Finanzierungskauf für die nächsten 30 Jahre ansteht, dann das Eigenheim auch entsprechend „innovativ“ ausgestattet sein sollte. Dahinter steht u. a. auch das Energiebedürfnis von „Nachhaltigkeit und Unabhängigkeit“ (siehe Blogbeitrag).

Um diese spezielle Gruppe (eine von dreien) der „Energieautarken der Zukunft“ adressgenau loklasieren zu können, musste infas 360 zunächst die Grundgesamtheit der Mieter mit konkretem Eigentumsplan ermitteln. Im Ergebnis liegt nun adressgenau eine Wahrscheinlichkeit aller Haushalte wie folgt vor: Eigentümer, Mieter oder Mieter mit konkretem Eigentumsplan. Bundesweit betrifft die letztere Position 10,9% aller rund 41 Mio. Haushalte in Deutschland, also etwa 4,469 Millionen Haushalte.

Zur Studie der energieautarken Haushalte: In Zusammenarbeit mit EuPD Research, de3p und in Unterstützung der Stadtwerke Düsseldorf wurden über 10.000 Personen ausführlich zum Thema Energienutzung, Ausstattung, Einstellungen und erstmals zusätzlich auch nach ihren Bedürfnissen befragt. Im Smart Research-Verfahren wurden die Befragungsdaten mit weiteren mikrogeographischen Daten verknüpft, so dass für Analysen nun rund 11 Millionen Einzelinformationen zur Verfügung stehen. „Big Data in der Marktforschung“ nennen wir so etwas bei infas 360.

Sollten Sie weitere Fragen zur Zielgruppe der Mieter mit konkretem Eigentumsplan haben, dann kontaktieren Sie unser Consulting-Team unter Consulting@infas360.de

 

The Future of Research: infas 360 auf der Research & Results 2018 in München

Wie in den vergangenen Jahren war infas 360 auch 2018 wieder auf der Research & Results in München (24./25.10.) vertreten. Das Consulting-Team, bestehend aus Tobias Gödderz, Silke Martin, Julia Kroth und Michael Herter (von links nach rechts), sehen Sie auf dem Bild beim Besuch des Standes von Kooperationspartner respondi, mit dem infas 360 quartalsweise die Haushaltsbefragung CASA Monitor durchführt.

Julia Kroth referierte im Workshop am Mittwoch über die Wohnkonzepte 2030 vor etwa 100 interessierten Zuhörern. Das Thema „Wie und wo möchten Menschen in Zukunft wohnen?“ stieß auf besonders großes Interesse. Die Übertragung der Wohnkonzept-Segmente auf alle Adressen und Haushalte Deutschlands entstand aus einer Kooperation von Analyse & Konzepte, inwis und infas 360.

Ebenso viel Anklang fand der zweite Workshop von infas 360 am Donnerstag mit dem Thema „Energieautarke Haushalte der Zukunft“. Hier wurde aufgezeigt, wie einer komplexen Fragestellung am Beispiel des Energiemarktes mit innovativen Instrumenten der Marktforschung begegnet wird. Und das Ergebnis ließ auch hier die rund 100 Zuhörer staunen: Nicht nur, dass nun erstmals eine bundesweite Zahl von 5 Mio. potenziell energieautarken Haushalten verkündet werden konnte – alle Energietypen liegen zudem flächendeckend adressgenau z. B. für jedes Regionalgebiet jedes Energieversorgers vor.  So ist Münster anteilig die Nummer 1 in der Energieautarkie unter den TOP20 Städten Deutschlands. Mehr dazu erfahren Sie in den kommenden Tagen in einer extra News.

Am Messestand selber konnten die Besucher „Spatial Behaviour Analytics“ live erleben, eine Geotracking-Plattform in Kooperation mit unserem Partner Vodafone.  Die Trackingdaten werden mit Sekundärdaten von infas 360 angereichert und umfassend analysiert. Für alle rund 3.500 Besucher der Messe gab es „The Future of Research“ auch nochmal zum Nachlesen. Extra zur Messe erschien die kostenlose gedruckte Erstausgabe der Zeitung FOR (Future of Research) im DIN A 4-Format, ausfaltbar zu einer A0-Kaufkraftkarte.

Sollten Sie weitere Fragen zu den o.g. Themen haben, stehen wir auch nach der Messe fortlaufend für Sie zur Verfügung unter Consulting@infas360.de 

Ihr Consulting-Team der infas 360