Neue Studie zur regionalen Impfbereitschaft: Anteil der Corona-Impfgegner in Niedersachsen am größten.

Durch ein neu angewendetes Verfahren hat infas 360 gemeinsam mit dem infas Institut die Befragungsergebnisse zur Impfbereitschaft aus dem Februar und März erstmals bevölkerungsrepräsentativ (ab 18 Jahren) regionalisiert. Im Ergebnis liegen nun fünf Impfgruppen für alle Bundesländer und auf Wunsch pro Kreis bzw. kreisfreier Stadt vor.

Die Corona-Impfgruppen

Bei der Befragung wurde neben der Gruppe der bereits Geimpften (6,5%) die Impfbereitschaft in vier Gruppen mit der Fragestellung: „Würden Sie sich impfen lassen, wenn Ihnen eine Impfung angeboten werden würde?“ unterteilt nach folgenden Antwortmöglichkeiten:

  •  Ja, sobald dieses Angebot besteht (56,2%)
  •  Ja, aber ich warte noch etwas ab (11,9%)
  •  Ich habe noch nicht entschieden, ob ich mich impfen lassen werde (14%)
  •  Nein (11,4%)

In Klammern die jeweils bundesweiten Ergebnisse dazu mit Stand Februar/März. Hinweis: Durch den Befragungszeitraum können hier abweichende Zahlen zur Impfquote / Impfwillige je Bundesland entstehen.  Der Fragebogen kann hier CM_Health_FB_2021_01 eingesehen werden. 

Die Regionalisierung

Durch eine neuartige Kombination des Online-Access-Panels von infas 360 mit über 10.000 Befragten und den Daten aus der monatlich fortlaufenden telefonischen Befragung auf Basis einer ADM-Zufallsstichprobe (Dual Frame) des infas Instituts ist es mittels einer „Blended Calibration“ gelungen, die Ergebnisse repräsentativ auf Bundeslandebene zu regionalisieren. Die Ergebnisse lassen sich nun für alle Impfgruppen wie folgt darstellen (Anm.: Ja in einer Gruppe zusammengefasst als Impfwillige).

Danach ist die Impfbereitschaft (inkl. der bereits Geimpften) in Bremen, Hamburg, Saarland und NRW am größten. Dagegen weisen Niedersachen und Sachsen-Anhalt die meisten Impfverneinenden auf. Die Gruppe der Abwägenden mit ihrer Antwort „Ich habe noch nicht entschieden, ob ich mich impfen lassen werde“ stellen für die Impfstrategie ein wesentliche Kenngröße dar, gilt es diese, noch zu überzeugen und tendieren hin zum NEIN. In Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg ist das rund jeder vierte.

Hier geht‘ zur interaktiven Karte der Impfverneinenden …
Hier geht‘ zur interaktiven Karte der Impfwilligen …
Hier geht‘ zur interaktiven Karte der Impfabwägenden …

Ausblick

Das nun vorliegende „Blended Sample“ von über 12.000 Befragten kann nun in einem nächsten Schritt mittels Small Area Methoden auf Kreisebene für alle 401 Kreise in Deutschland berechnet werden. Unser Consulting-Team gibt Ihnen darüber gerne unter consulting@infas360.de weitere Auskünfte.

Impfverneinde

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Impfwillige

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Impfabwägende

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Mutter aller Potenzialdaten: Adressen in Gebäuden mit Einwohner- und Haushaltszahlen

infas 360 gewinnt ein weiteres Bundesinstitut für die Nutzung ihrer Adresssubstanz mit den dazugehörigen Einwohner- und Haushaltszahlen.

Das Bundesamt für Kartographie, kurz BKG, führt amtliche Geodaten und die aller 16 Bundesländer sowie Daten von Drittanbietern zusammen, vereinheitlicht sie, bereitet sie auf und stellt sie digital als zentrales Dienstleistungszentrum anderen Bundesinstituten zur Verfügung.

Ab sofort zählt dazu auch die Mutter aller Potenzialdaten – wie sie im Geomarketing gerne bezeichnet wird – nämlich alle aktuellen postalischen Adressen für alle Gebäude in Deutschland sowie alle darin bekannten Einwohner- und Haushaltszahlen.

Die Daten werden deshalb so genannt, weil sie Ausgangspunkt unzähliger weiterer Datenberechnungen darstellen. So zum Beispiel ist der Adressbestand DER postalische Referenzbestand für Deutschland. Er wird gespeist aus den Quellen der Ämter, Deutscher Post und Deutscher Telekom und in einem aufwendigen, fortlaufenden Pflegeprozess recherchiert und konsolidiert.

Über die Einwohner- und Haushaltszahlen werden entweder auf Einzeladressebene (z.B. Anzahl erreichter Personen in einem beliebigen Einzugsgebiet) oder als Aggregat pro frei definiertem Gebiet weitere Basiskennziffern abgleitet (z.B. Versorgungsgrade). Jüngst halten diese Kennziffern sogar Einzug in sog. Mikrosimulationen, mit denen u.a. Stichprobenziehungen optimiert werden. Für Small Area Methoden bilden sie die Basis für nahezu alle weiteren sozio-demographischen Variablen auf Gebäudeebene wie z.B.

  • Altersstruktur
  • Dominierendes Alter
  • Verfügbares Einkommen in Klassen
  • Haushaltsstruktur
  • Ausländeranteil und Migration (auf Blockebene)
  • Konsumaffinitäten
  • Gebäudenutzung
  • usw.

Sollten Sie weitere Fragen zum postalischen Referenzbestand und/oder den Einwohner-/Haushaltszahlen haben, dann kontaktieren Sie uns einfach unter Consulting@infas360.de

Women in Data Science: Top-Vorträge zur digitalen Zukunft auf der ersten WiDS-Konferenz in Bonn und Düsseldorf.

Die weltbekannte Stanford University veranstaltet seit 2015 jährlich wiederkehrend die WiDS-Conference www.widsconference.org mit dem Ziel, Data Scientists jeden Geschlechts weltweit zu inspirieren und auszubilden, und dabei gleichzeitig Frauen in diesem Feld besonders zu unterstützen.

Aufgrund der international enorm wachsenden Nachfrage findet die Konferenz seit 2019 auch in Deutschland statt und ist 2020 erstmals in Bonn und Düsseldorf zu Gast.

Dr. Barbara Wawrzyinak, Leiterin für Daten und Analysen bei der infas 360 GmbH (s. Bild), ist einer der Top-Referentinnen und wird über die Chancen von ‚Small Area Methoden‘ in der Marktforschung und Statistik vortragen.

Weitere zukunftsweisende Vorträge (vorläufig) sind jeweils von 14-17h:

  • DR. EVA-MARIE MULLER-STULER – UNCOVERING THE MYTH OF AI – CHIEF DATA SCIENTIST IBM DATA & AI
  • 
 DR. FRAUKE KREUTER – E-PRIVACY & DARK DATA, PROFESSOR & DIRECTOR UNIVERSITY MARYLAND
  • COLETTE RÜCKERT-HENNEN, ARTIFICIAL INTELLIGENCE & HUMAN RESOURCES – BOARD OF ENBW GERMANY
  • DR. DILEK GÜRSOY – HEART TRANSPLANTATION & AI – DR. OF THE YEAR 2019 & FIRST WOMAN IN EUROPE TO TRANSPLANT AN ARTIFICIAL HEART

Anschließend findet ein Meet & Greet statt, bei dem sich die TeilnehmerInnen intensiv mit den Referentinnen austauschen können. Für das leibliche Wohl wird gesorgt sein. Da die Tickets kostenlos sind, wird empfohlen, sich rechtzeitig anzumelden. Es werden bis zu 150 Data Scientists und die, die es werden wollen und sich dafür interessieren, aus allen Branchen erwartet. Der Veranstalter beider WiDS-Konferenzen ist ASK-A-WOMAN.COM.

Eine unverbindliche Voranmeldung per E-Mail ist bereits hier unter Consulting@infas360.de möglich.

NEU: Die OTC-Kaufkraft 2019

Erstmals unterschieden nach Online und Offline

Im Durchschnitt gibt in Deutschland ein Haushalt monatlich 20,83 € für frei verkäufliche Arzneimittel (OTC) aus. Wie eine Studie zur OTC-Kaufkraft mit über 10.000 Befragten der infas 360 herausfand, (siehe dazu auch folgenden Blogbeitrag) werden davon bereits über 25% aller OTC-Käufe online getätigt. In stationären, klassischen Apotheken sind das bundesweit 17,43 Euro und online 3,40 Euro.

Die OTC-Ausgaben unterscheiden sich regional abhängig von der jeweiligen Kaufkraft vor Ort. Auch das hat infas 360 berechnet. Mittels Befragung und Small-Area-Methoden werden die Werte sogar adressgenau geschätzt und dann in beliebige Regionen hoch aggregiert. So zum Beispiel für alle 5-stellige Postleitzahlen. Im Ergebnis sind erstmals folgende drei Karten verfügbar: OTC-Kaufkraft nach den Gesamtausgaben, nur stationär (klassische Apotheken) und nur online (Versandapotheken).

OTC-Kaufkraft Karte (monatl. Kaufkraft in €/Haushalt)
OTC-Kaufkraft nach Gesamtausgaben in Deutschland 2019

Die Entwicklung einer sogenannter produktspezifischen Kaufkraft ist eines der Spezialgebiete der infas 360. Zuletzt wurde die Produktspezifische Kaufkraft für Tiernahrung berechnet (siehe auch folgenden Blogbeitrag). Eine wichtige Datenquelle dafür ist die fortlaufende Befragung durch den CASA Monitor, der wiederkehrend alle drei Monate die Bevölkerung mit über 30.000 Personen p.a. zu unterschiedlichen Themen befragt.

Sollten Sie Fragen zur OTC-Kaufkraft online/offline haben oder allgemein zu einer produktspezifischen Kaufkraft, dann kontaktieren Sie unser Consulting-Team unter Consulting@infas360.de.

 

 

 

Small Statistical Areas – Potentiale mikrogeographischer Strukturen und Daten für Wirtschaft und Wissenschaft

Das Statistische Bundesamt und die Deutsche Statistische Gesellschaft veranstalten am 14. und 15. November 2019 ihr 28. gemeinsames wissenschaftliches Kolloquium, in diesem Jahr in Bonn. Das Thema der Veranstaltung lautet „Potentiale und Anwendungen georeferenzierter Daten“. Das Kolloquium als Teil einer fest etablierten Veranstaltungsreihe soll wieder ein Forum für den wissenschaftlichen Dialog zwischen amtlicher Statistik und ihren Nutzern, besonders aus den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung bieten.

Ein Vortrag zum Thema lautet: „Small Statistical Areas – Potentiale mikrogeographischer Strukturen und Daten für Wirtschaft und Wissenschaft“ und wird von Michael Herter, Geschäftsführer der infas 360 GmbH, gehalten. Er beschäftigt sich mit seinem Team u.a. mit feinräumigen Gebieten, die statistische Daten enthalten. Sie werden im angelsächsischen Sprachraum auch Small Statistical Areas (SSAs) bezeichnet und gehen Hand in Hand mit sogenannten Small-Area-Methoden (verkürzt SAM), die sich im Wesentlichen für die Verbesserung von Schätzungen eben dieser feinräumigen Daten sorgen. Im Zentrum steht dabei das Regionalisieren, also das „Herunterrechnen“ von vorliegenden Daten auf gröberen Regionen in feinere geographische Einheiten auch wenn diese nur sehr wenige oder gar fehlende (Befragungs-)Werte aufweisen (siehe dazu auch Blogbeitrag „Auf den Hund gekommen“).

Das Abstract zum Vortrag erhalten Sie hier als PDF zum Download Small Statistical Areas-FINAL. Die Präsentation zu „Small Statistical Areas – Potentiale mikrogeographischer Strukturen und Daten für Wirtschaft und Wissenschaft“ ist ab 15.11.2019 über unser Consulting-Team consulting@infas360.de erhältlich.

 

 

 

Kostenloses Dokument erhältlich: Einsatzmöglichkeiten der Programmiersprache R für Small Area Methoden (SAM)

(Copyright Foto: infas 360 GmbH)

„Small Area Methods“ (SAM) bzw. die Small Area Estimation (SAE) (dt. feinräumige Schätzung) haben sich als Verfahren für Analysen der Gebietsplanung und des entsprechenden Marktpotenzials durchgesetzt. In diesem Kontext sind regionalisierte Daten zukunftsweisend, da diese zu feinräumigeren und exakteren Analyseergebnissen führen.

Für infas 360 hat Ayhan Doger, Freier Informatiker aus Bonn, die Möglichkeiten beleuchtet wie mit der Programmiersprache R Small Area Methoden angewendet werden können. Im Ergebnis steht nun Interessierten ein kostenloses, wissenschaftliches Dokument von 13 Seiten zur Verfügung, das aufzeigt wie Mithilfe spezieller R-Bibliotheken die Nutzung der Methoden programmiertechnisch unterstützt wird. Nach einer kurzen Einleitung in SAM, R, RStudio und das SAE-Package in R werden Implementierungsmöglichkeiten diskutiert und eine exemplarische Realisierung der SAE in R präsentiert.

Nachfolgend können Sie das Dokument kostenlos bei infas 360 anfordern. Hier aber zur besseren Übersicht das Inhaltsverzeichnis:

1 Einleitung. 
2 Kernbegriffe und -methoden
2.1 Regionalisierung 
2.2 SAE und SAM 
2.3 CRAN-R
3 Methoden und Werkzeuge
3.1 Entwicklungsumgebung RStudio
3.2 SAE-Package – CRAN-R
4 Implementierung
4.1 Installation der SAE-Packages
4.2 Anwendung der „Basic direct and indirect estimators“ im SAE-Package
4.3 Visualisierung per Plot
4.4 Vergleich der Direct Estimates mit den Empirical Bayes (EB)-Estimates
5 Ergebnisse.
6 Next Steps
7 Quellenverzeichnis

Sollten Sie sich für das Dokument interessieren, dann kontaktieren Sie uns. Das Dokument wird Studenten sowie Wissenschaft und Wirtschaft kostenlos zur Verfügung gestellt unter Consulting@infas360.de

 

Aktuell hohes Kaufinteresse für e-Bikes. Marktdurchdringung in Deutschland steht vor Verdopplung.

(Copyright Foto: fotolia.com/studio4pic)

Im Rahmen der Untersuchung energieautarker Haushalte hat infas 360 rund 10.500 Personen umfassend zum aktuellen Besitz und geplanten Kauf energierelevanter Produkte- und Haussysteme befragt.

In diesem Zusammenhang wurde neben Photovoltaikanlagen, Stromspeichern & Smart Home-Techniken auch nach e-Bike, Hybrid- und e-Auto gefragt.

756 von 10.428 Personen (7,25%) gaben an, bereits ein e-Bike zu besitzen. Weitere 3.307 bzw. 31,8% sprachen wie folgt von einem konkreten Interesse

  • 15,3%: „Ich habe davon gehört und interessiere mich für das Produkt.“
  • 10% : „Ich beobachte die Angebote im Markt.“
  • 2,6% : „Ich habe mich zum Produkt bereits beraten lassen.“
  • 2,8% : „Ich plane zu kaufen und hole Angebote ein.“
  • 1% : „Ich habe mich entschieden zu kaufen.“

Neben Kaufinteresse an Energieprodukten wurde zusätzlich in der Studie der geplante Kaufzeitpunkt abgefragt (innerhalb von 12, 12-24 und > 24 Monaten).

Von den o.g. 3.307 planen in den nächsten 12 Monaten 22,8% die Anschaffung eines e-Bikes (754 Personen). Das ist eine gleichgroße Gruppe zu den Besitzern.

Zu Gender und Alter: Frauen interessieren sich deutlich weniger für das Produkt als Männer (63,4% zu 53,23%). Die affinste Altersgruppe als Absatzpotenzial ist Gruppe der 45-64 Jährigen. Aktuell ist noch die Gruppe der 65-74 Jährigen bei den Besitzern überproportional vertreten.

Zur Studie: Der CASA Monitor ist eine Online-Umfrage zu wechselnden Themen wie Energie, Telekommunikation, Kauf- und Freizeitverhalten. Es werden p.a. rund 30.000 Personen bundesweit befragt.  Die Ergebnisse liegen mittels Small Area Methoden feinräumig regionalisiert vor oder werden dazu genutzt, Zielgruppensegmentierungen für Strategie & CRM zu ermitteln. 

Der aktuelle CASA Monitor Energie (07/18) wird so erstmals eine bedürfnisorientierte Zielgruppensegmentierung für energieautarke Haushalte liefern.

Kontakt und weitere Infos unter Consulting@infas360.de

 

Siehe dazu auch: http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/bad-kreuznach/stadt-bad-kreuznach/das-e-bike-startet-voll-durch_18968453.htm