Googles 3D-Kartendienst verbessert sich fortlaufend und führt alte Datenschutzdebatte um Google Street View ad absurdum

In der Rheinallee in Bonn sind viele Häuser aufgrund damaliger Beschwerden von Hausbesitzern und Mietern in Google Street View (2010/11) verpixelt worden. Dabei hätte es Google gar nicht machen müssen. Die Politik fühlte sich angeblich auf Druck der breiten Öffentlichkeit hin verpflichtet, Google eine bis dato nicht vorhandene Opt-Out-Regelung für Kartendienste einführen zu lassen. Jemand, dem die rechtlich einwandfreien Aufnahmen aus dem öffentlichen Raum zu dem Gebäude nicht gefielen, konnte Einspruch erheben und „sein“ Haus (auch wenn es nicht seins war) verpixeln lassen. Die bundesweite Debatte ging mehrere Jahre durch die Presse. Am Ende fuhr Google Street View die Häuser von etwa 10% der Bevölkerung ab, wovon wiederum etwa 2% widersprach. Eine absolute Minderheit also bezogen auf die Gesamtbevölkerung. Und das Ausland konnte die „German Angst“ einmal mehr nicht verstehen.

Googles Street View ging 2010 online, ist aber datentechnisch auf dem Stand von 2008 stehengeblieben und veraltet fortlaufend. Die wenigen Straßenansichten stellen je nach Verbreitung der „German Angst“ (oder Wert der Immobilie) einen Fleckenteppich an Gebäudebildern dar. Google wäre aber nicht Google, wenn sie diese mangelnde Datengrundlage nicht ausmerzen würden. Und das übernimmt die immer besser werdende 3D-Anwendung direkt in Google Maps.

Einfach dazu mal die Rheinallee 35 in Bonn eingeben. Dann auf das kleine „Satellit-Bild“ in der linken unteren Ecke und anschließend auf den „3D-Knopf“ in der rechten unteren Ecke klicken. Die Steuerung erfolgt über „Strg-ziehen“. Das, was man im Ergebnis an Informationstiefe zu Gebäuden und Grundstücken zu sehen bekommt, stellt Google Street View von vor 10 Jahren weit in den Schatten. Und führt die damalige Diskussion ad absurdum.

Aber nicht alles wird besser: Die Anschrift „Rheinallee 35“ befindet sich zwei Häuser weiter straßenaufwärts und wird damit rund 50 Meter falsch geocodiert (lokalisiert). Das stimmte früher.

Haben Sie Fragen zu Gebäudedaten und Hauskoordinaten? Dann kontaktieren Sie unser Consulting-Team unter Consulting@infas360.de Die infas 360 GmbH sind Spezialisten in der bundesweiten Gebäudebewertung und Gebäudeinterpretation auf Basis amtlicher 3D-Geodaten für Analysen, Planung und Geomarketing.

Evolution im Geomarketing: infas Geodaten erweitert Amtlichen Gemeindeschlüssel um Gemarkungen und Fluren

Jede Gemeinde Deutschlands besitzt einen eindeutigen amtlichen Gemeindeschlüssel, kurz AGS. Ihre Grenzen und darin enthaltenen Siedlungsflächen (in Blockstrukturen) pflegt seit Jahren infas Geodaten, ein Bereich der infas 360.

Da jede Gemeinde hoheitlich die intrakommunale Gliederung selber festlegen kann, gab es bisher auch für das Geomarketing keine einheitliche amtliche Untergliederung der Gemeinden. In größeren Städten gibt es zwar Stadtbezirke und teilweise Stadtteile, doch eine flächendeckende einheitliche Systematik erfolgte erstmals durch die PAGS-Struktur, die die (erst vor einigen Jahren verfügbaren) amtlichen Ortsteile integrierte.

Die Ortsteile werden nun erstmals auf Basis der Gemarkungen, die aus dem Kataster stammen, homogenisiert und gleichzeitig werden die räumlich darunter liegende Ebene der Fluren fortlaufend integriert.

Der entscheidende Vorteil für alle Geodaten-Anwender liegt nicht nur in der einheitlichen Zusammenführung dieser Katasterinformationen zu einer flächendeckenden amtlichen Struktur unterhalb der Gemeinden, sondern in der nun nahtlosen Integration der Flurstücke (wiederum unterhalb der Fluren), die bereits für viele Bundesländer im Datenpool der infas 360 vorliegen und ebenfalls fortlaufend aufgefüllt werden. Die Flurstücke bilden die Grundstücksklammer für die amtlichen 3D-Gebäudedaten. Das ist auch für die weitere Evolution der Mikrogeographie von entscheidender Bedeutung (siehe nachfolgende Karte).

Amtliche Hausumringe inkl. Katasterkoordinaten und Flurstücke, Quelle: infas 360 GmbH

Haben Sie Fragen zu amtlichen Geostrukturen? Dann kontaktieren Sie infas Geodaten unter info@infas-geodaten.de oder direkt einer unserer Consultants unter Consulting@infas360.de