Auf den Hund gekommen: Wie Small Area Methoden einen Hundeanteil für jedes Stadtviertel in Deutschland ermitteln.

Noch immer besetzen die Small Area Methoden in der Statistik ein Nischendasein. infas 360 veröffentlicht erstmals die Stärken und Vorteile in einer Praxisstudie am Beispiel von Hundebesitzern.

Zielsetzung der Studie war die Berechnung einer statistisch validen, nachvollziehbaren Kennziffer, die den

  • Hundeanteil bundesweit je Gemeinde und deren Orts- bzw. Stadtteile (ca. 80.000 feinräumige Gebiete) liefert, um auf dieser Basis bessere Standorte planen zu können.

Die Sekundärrecherche amtlicher Daten zeigte, dass eine entsprechende Potenzialszahl bundesweit flächendeckend nicht verfügbar ist (dafür in wenigen Städten z.B. Berlin, was zur Überprüfung des Schätzmodells hilfreich ist).

Aus diesem Grund wurden im CASA-Monitor 10.931 Personen befragt, ob sie einen oder mehrere Hunde besitzen, was 2.412 Fälle mit „Ja“ beantworteten. Die Fälle wurden mit den über 700 mikrogeographischen Informationen der CASA-Datenbank angereichert und mit drei verschiedenen statistischen Modellen analysiert und verglichen:

  1. Klassisches Scoring
  2. Diskriminanzanalyse
  3. Small Area Methoden

Die Daten wurden dann auf die Stadtbezirke von Berlin hochgerechnet und mit den dort vorhandenen amtlichen Daten verglichen mit folgendem Ergebnis:

Stadtbezirk Anteil Hunde
Logistisches Scoring
Anteil Hunde Diskriminan-zanalyse Anteil Hunde
Small Area Methodik
Anteil Hunde
amtlich
Charlottenburg-Wilmersdorf 2,4 2,8 5,0 7,8
Friedrichshain-Kreuzberg 0,2 0,3 2,5 4,3
Lichtenberg 3,5 4,5 5,0 7,9
Marzahn-Hellersdorf 12,3 14,0 10,1 10,4
Mitte 1,1 0,3 3,7 5,6
Neukölln 9,9 8,0 8,5 8,5
Pankow 9,9 8,9 11,0 9,7
Reinickendorf 14,7 14,4 11,5 10,1
Spandau 11,9 11,2 9,4 9,0
Steglitz-Zehlendorf 11,5 10,8 12,7 9,8
Tempelhof-Schöneberg 9,1 8,6 8,9 8,7
Treptow-Köpenick 13,7 16,2 11,9 8,2
Gesamt Berlin 100,0 100,0 100,0 100,0

Die Small Area Methoden (SAM) weisen mit 0,86 die höchste Korrelation zu den amtlichen Daten auf. Auf Gemeindeebene liegt die Korrelation sogar bei 0,98!

Geschätzt wurde SAM bundesweit auf Gebäudeebene für „Hundebesitzer mit 1, 2 oder mehr Hunden“. Folgende Variablen aus der CASA-Datenbank sind in SAM u.a. eingeflossen:

  • Anteil Personen mit Migrationshintergrund und Anzahl Personen „Ledig“
  • Entfernung zur nächsten ÖPNV-Haltest. (in Metern)
  • Kaufkraft je Haushalt in € pro Jahr und Mietspiegel (€/qm)
  • Anteil pro PLZ1 Ebene der Hundehalter aus dem CASA-Monitor mit > 10.000 Fällen
  • Größe des Gartens, Gebäudevolumen und Baudichte
  • durchschnittliche Wohnfläche pro Haushalt
  • Anteile Einwohner  >=10  bis <15 Jahre und  >=45  bis <60 Jahre

Aggregiert in eine bestimmte amtliche Raumebene, entsteht so z.B. Hundeanteil für jede Gemeinde und Stadtviertel. Ein solche Kennziffer eignet sich hervorragend für Planungszwecke, im Geomarketing oder in der Standortplanung.

Hundeanteil je Stadtbezirk in Berlin

Prinzipiell eignet sich SAM (Small Area Methoden) zur Berechnung jeder regionalen oder lokalen Schätzung von Befragungsdaten. Die komplette Studie ist erhältlich unter Consulting@infas360.de

P.S.: Den Anteil gibt es auch für Katzen und Ausgaben für Tiernahrung in EURO (die mit der Kaufkraft für Tiernahrung ins Verhältnis gesetzt werden kann).

 

Jeder Dritte pimpt sein Auto. Im Durchschnitt investieren Deutschlands Tuner jährlich rund 860 EUR. Vor allem in Felgen und Bremsen.

Die aktuelle Studie CASA Monitor Automotive befragte 10.491 Personen, ob Sie schon einmal auf eigene Kosten Veränderungen an ihrem Fahrzeug vorgenommen haben oder dies planen. Beantwortetet haben das 34,7% mit Ja. Besonders affin ist die Gruppe der 18 bis 29-Jährigen. Jeder Zweite bzw. 48,5% geben hier an, Auto-Tuning vorzunehmen.

Die größte Gruppe mit 2.531 Personen bzw. 24,1% investiert ihr Geld in (andere) Felgen, z.B. von BBS. Gefolgt von Bremsen (17,4%), z.B. von Brembo und einer Folierung ihres Autos (8,4%).

Auch die Ausgaben für die Veränderungen wurden erfasst und ergaben einen Durchschnittswert von 860 EUR (so die Angabe der befragten Person). Der gesamte Tuning-Markt Deutschlands ist demnach Milliarden schwer und soll neben den USA der global umsatzstärkste sein (Quelle: Verband der Automobil-Tuner).

Deutschlands Tuner wurden mittels der CASA Datenbank profiliert und im Smart-Research-Verfahren auf alle Haushalte adressgenau übertragen. Die Prognose steht nun für CRM und Geomarketing flächendeckend, regionalisiert zur Verfügung.

Sie interessieren sich für das Tuning-Potenzial oder eine detaillierte Beschreibung der Zielgruppe, dann kontaktieren Sie uns unter consulting@infas360.de

Neue Untersuchung von Carsharing-Nutzern und denen, die es werden könnten.

Der CASA Monitor Automotive offenbart: Die Nutzergruppe für Carsharing-Dienste wird klar von den bis 29-jährigen dominiert. Die bisherige Marktdurchdringung liegt nur bei 10%. Das Potenzial aber bei 43%. Die Nähe zum Auto ist das A und O.

Nur 1.117 Personen bzw. 10,6% der 10.542 befragten Personen gaben an bereits Carsharing-Dienste genutzt zu haben. 71,2% davon selten bzw. fast nie. Jeder zweite (52%) entschied sich bereits für Car2Go, jeder Dritte (31%) für DriveNow. Flinkster mit 16,3% ist abgeschlagener Dritter am Anbietermarkt.

Über alle Anbieter hinweg dominieren mit 37,5% in Anzahl die 30 bis 44-Jährigen das Geschehen im Markt. Bezogen auf die Verteilung der Altersgruppen aber wird relativ gesehen Carsharing von den bis 29-Jährigen am stärksten angenommen (21% Nutzer zu 13,6% in der Altersgruppe aller Befragten).

43% aller Befragten mit mindestens einem Auto im Haushalt (10.462 Personen) gaben an, Carsharing zukünftig nutzen zu wollen, wenn

  • TOP1: die Autos in der Nähe stehen würden
  • TOP2: es länger zu vernünftigen Preisen benutzt werden könnte
  • TOP3: die Wohnung im Anbietergebiet läge

Die TOP10-Liste mit Aufschlüsselung der prozentualen Verteilung können Sie unter Consulting@infas360.de kostenlos anfordern.

In der Befragung wurde weiterhin der Einfluss des Einsatzes von e-Autos auf die Nachfrage untersucht. Außerdem wurden die Carsharing-Nutzer und die, die es werden könnten als Potenzial auf die mikrogeographische Datenbank CASA übertragen und stehen damit für Geomarketing und CRM zur Verfügung. Fordern Sie einfach weitere Informationen dazu unter der o.g. E-Mail-Adresse bei uns an.

 

Freie Fachwerkstätten beim Reifenwechsel bevorzugt. Mehr als jeder zweite kennt seine Reifenmarke. Continental klar an der Spitze.

Im Rahmen des aktuellen CASA-Monitors Automotive wurden 10.462 Personen (mit mind. 1 Auto im Haushalt) u.a. nach ihrem Service-Verhalten befragt. Auf die Frage

Welche Art von Werkstatt nutzen Sie für Ihren Reifenwechsel?

verteilen sich die Antworten wie folgt:

  • Freie Fachwerkstatt 37,2 %
  • In Eigenarbeit 27,9%
  • Vertragshändler mit Werkstatt (z. B. VW/Audi, Opel, BMW) 22,5 %
  • Werkstatt-Ketten (z. B. ATU, Pitstop, Vergölst)  12,5 %

Insgesamt 6.070 der 10.462 Befragten bzw. 58% gaben eine bestimmte Reifenmarke an bei der Frage

Welche Reifenmarke fahren bzw. bevorzugen Sie?

Die TOP5 Reifenmarken verteilen sich wie folgt:

    1. Continental mit 1.895 Befragte bzw. 18,1 %
    2. Michelin mit 1.009 Befragte bzw. 9,6%
    3. Goodyear mit 770 Befragte bzw. 7,4%
    4. Hankook mit 731 Befragte bzw. 7%
    5. Dunlop mit 420 Befragte bzw. 4%

4.392 Befragte bzw. 42% antworteten mit

  • Ist mir egal, entscheidet die Werkstatt (1.562 Befragte bzw. 15%)
  • Kann ich nicht beantworten (1.469 Befragte bzw. 14%)
  • Ist mir egal, Hauptsache günstig (1.361 Befragte bzw. 13%)

Der Vorteil des CASA-Monitors besteht nun darin, dass diese Zielgruppenangaben mit mehreren Hundert Variablen gekreuzt werden können. Im Smart-Research-Verfahren entstehen dann bundesweit für alle Haushalte entsprechende Zielgruppenprofile und -Segmentierungen, die auch zur Übertragung ins unternehmensinterne CRM genutzt werden können. Ein Beispiel: Markentreue Reifennutzer (z.B. Continental gegenüber Michelin) werden als regionalisierte Zielgruppenpotenziale in die Fläche übertragen, um so z.B. die Stationsoberfläche zu optimieren (klassische Standortplanung im Geomarketing)

Mehr Informationen erhalten Sie unter Consulting@infas360.de

 

Ist der Begriff Geomarketing überhaupt noch treffend und zeitgemäß? Ist heutzutage die Bezeichnung Geomarketing überhaupt noch treffend und zeitgemäß?

Im Zuge von Big Data verschmelzen die Grenzen zwischen reinen Geomarketing- und Marktforschungsmethoden. Denn Standort- und Mobilitätsdaten sind immer verknüpft mit demographischen Informationen. Business Geomatics sprach dazu mit Michael Herter von infas360.

Business Geomatics: Herr Herter, heute stehen so viele Daten wie nie zuvor für Marketing und Vertrieb in Unternehmen zur Verfügung. Wie verändert sich die bisher als Geomarketing bezeichnete Disziplin?

Michael Herter: Zunächst mal muss man wissen, dass Geomarketing eine Summe an verschiedenen Verfahren und Methoden bezeichnet, innerhalb derer Geodaten im Umfeld von Industrie und Handel eingesetzt werden. Die Methoden waren und sind nichts anderes als ein Mittel zum Zweck. Es geht immer um klassische betriebswirtschaftliche Fragestellungen wie beispielsweise Umsatz- oder Renditesteigerung. Mit Big Data – also einer hohen Menge an Daten und deren vielfältige Quellen und Strukturen – ändert sich die Ausgangslage. Das Marketing wird Daten-getrieben. Mittels neuer Softwarelösungen haben Unternehmen heute völlig neue Möglichkeiten, bessere, schnellere und mitunter auch günstigere Informationen zu erhalten. Demnach erweitert sich auch das Geomarketing-Besteck um die neuen Methoden. Und umgekehrt nutzen auch andere Anwendungsfelder wie Business Intelligence, CRM oder auch die Marktforschung neuartige Datenquellen und Geo-Methoden, um die Ergebnisse zu verbessern.

Hier geht es weiter zum ganzen Interview 

 

[:de]Des Deutschen liebstes Haustier ist nach wie vor die Katze. Jeder dritte Katzenhaushalt teilt sich sein Zuhause mit einem Hund.[:]

[:de]Der CASA-Monitor Digitales Wohnen 2017 mit deutschlandweit 10.931 befragten Personen widmete sich auch der Frage: „Welche und wie viele Haustiere haben Sie?“.

Klar an der Spitze mit 3.121 bzw. 28,2% liegen die Katzenbesitzer. 2.412 bzw. 22,1% gaben an, mindestens einen Hund zu haben. An dritter Stelle liegt der Fisch (9,9%), knapp gefolgt von den Kleintieren (9,3%). Immerhin noch 381 (3,5%) sagten von sich, ein oder mehrere Pferde zu besitzen.

Wer meint, Katzen und Hunde könnten nicht zusammenleben, wird von 8,6% bzw. 944 der 10.931 befragten Personen eines besseren belehrt. Sie gaben an, mindestens einen Hund und eine Katze in ihrem Haushalt zu haben. Aus Sicht eines Katzenhaushaltes bedeutet dies, dass 30% bzw. fast jeder dritter Katzenhaushalt sein ‚Nest‘ mit einem Hund teilt.

Im Durchschnitt zählt ein „Katzenhaushalt“ in Deutschland 1,66 Katzen, ein Hundehaushalt kommt auf 1,37 Hunde.

Sie möchten wissen wie sich z.B. die Haustierbesitzer regional verteilen oder wie z.B. ein detailliertes Zielgruppenprofil (Einkommen, Wohnsituation usw.) für Pferdebesitzer aussieht, dann kontaktieren Sie unser Consulting@infas360.de. Wir verfügen über 700 beschreibende Tiefenmerkmale zu allen Haustierbesitzern.

Zum CASA-Monitor Digitales Wohnen 2017: 10.931 online-repräsentativ befragte Personen beleuchtete dieses Jahr intensiv die (geplante) Haushaltsausstattung mit dem Themenschwerpunkt Smart Home.

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Address Points von TomTom nun als Premium-Variante: Ein absolutes Muss für eine präzise Geocodierung

gb consite, die Profis für schnelle, webbasierte Standortchecks und Verteilplanungen, konsultierten die infas 360 mit einer klaren Zielsetzung: Das Produkt Address Points von TomTom  um fehlende Gebäudeadressen zu ergänzen und auszuweisen, ob sich dort Haushalte und/oder Firmen befinden.

Im ersten Schritt glich infas 360 den bundesweiten Datenbestand der Address Points mit dem aktuellen Adressverzeichnis, um so das Delta der Adressen zu bestimmen. Erwartet wurde, dass neu entstandene Gebäude z.B. in Neubaugebieten identifiziert werden, da die Address Points auf amtlicher Basis offiziell einen deutlich älteren Gebietsstand aufweisen. Es kam aber noch anders: Das Delta enthielt auch zahlreiche Viertel auch alter Bebauung wie das folgende Beispiel in Berlin zeigt:

Grün = Adressen und Koordinaten der infas 360, rot/grün: Address Points und infas 360, Quelle: infas 360, TomTom und OSM

Im Ergebnis ist es nun möglich das Produkt Address Points als Premium-Variante über die Anbieter gb consite oder infas 360 zu beziehen. Die verbesserte Variante weist

  • Fehlende Gebäude in Straßen
  • Fehlende Viertel alter Bebauung
  • Fehlende Neubauviertel bzw. -gebiete
  • inkl. der Anzahl der Haushalte und Anzahl der Firmen

Für die Zustell-Logistik von Verlagen und Verteilorganisationen gibt es darüber hinaus besonders attraktive Lizenzierungsmodelle. Erste Kunden konnten auch sogleich überzeugt und gewonnen werden.

Auf Wunsch können beliebige weitere Gebäudemerkmale geliefert werden. Fragen Sie unser Consulting-Team consulting@infas360.de ![:]