Kompetenzforum Analytics 2019 in Bonn: Der Scoring-Paragraph 31 ist europarechtswidrig!

In die aktuelle Debatte um das EU-Urheberrecht bricht die nächste Schlagzeile herein. Diesmal betrifft es die Datenschutzgrundverordnung, kurz DSGVO. Der sogenannte Scoring-Paragraph 31 (BDSG-neu) ist europarechtswidrig, so die Datenschutzexperten.

Der Artikel 22 DSGVO regelt die Rechte eines Betroffenen, der durch den Einsatz einer automatisierten Verarbeitung – einschließlich Profiling – einer Entscheidung unterworfen werden soll, die ihm gegenüber rechtliche Wirkung entfaltet oder sie in ähnlicher Weise erheblich beeinträchtigt.

Der Paragraph 31, so Rechtsanwalt Björn Schmidt, gestaltet auf nationaler Ebene rechtswidrig den Artikel 22 aus, da es sich dabei, so sei sich die Fachliteratur einig (siehe u.a. Simitis), um eine abschließende Grundverordnung handeln würde. Die deutsche Ausgestaltung (hier Scoring) ist somit europarechtswidrig.

Und da gerade dieser Paragraph 31 BDSG-neu für Verwirrungen in der Analysewelt sorgt (z.B. wenn es um Scoringverfahren im CRM geht) veranstaltet infas 360 nun ein Kompetenzforum Analytics in Bonn. Am 4. Juni 2019 ab 12 Uhr treffen sich in der obersten Etage des Marriott-Hotels Rechtsexperten und Analytiker.

Talken Sie in lockerer Atmospähre und Blick auf das Siebengebirge u.a. mit Sibel Kocatepe, Rechtsexpertin und Autorin des Buchs „DSGVO im Online-Marketing“, Björn Schmidt, Datenschutzexperte im Marketing und Kyriakos Stavrakidis, Data Scientist von der Cosmos Lebensversicherungen.

Das vorläufige Programmheft finden Sie hier im Web

oder melden Sie sich gleich an unter Consulting@infas360.de. Die Tickets sind sehr begrenzt (pro Person 199 EUR).

Wie digital ist unser Kaufverhalten? Was kaufen wir wo? Sterben Filialen wie Apotheken aus? Diese und viele weitere Fragen beleuchtet der CASA Monitor Handel. Er startet in Kürze – machen Sie mit!

Und wieder geht der CASA Monitor ins Feld. Wie in jedem Quartal befragen wir wieder online ca. 10.000 Personen zu Konsumverhalten und Einstellungen. Dieses Mal bildet das Thema „Stationärer und Digitaler Handel“ den inhaltlichen Schwerpunkt. Bereits 2017 hatten wir uns intensiv mit den aktuellen Herausfoprderungen des Handels beschäftigt (siehe auch https://blog.infas360.de/category/casa-monitor-handel/ ) und in diesem Zusammenhang u. a. die neue Zielgruppe der OFOs (Ordering Food Online) identifiziert.

Auch dieser CASA Monitor bietet wieder einen Multi-Client-Ansatz. Für Unternehmen besteht also grundsätzlich die Möglichkeit, sich an der Befragung zu beteiligen. So können z. B. gezielt eigene Fragen integriert werden. Diese Themenfelder stehen bereits fest:

  • Bildung und Veränderung von Shopper-Typen (siehe auch Befragungsergebnisse aus 2017):
    – Kanalaffinitäten
    – Online vs. Offline
  • Apotheken:
    – Wie unterscheiden sich Apotheken- und Drogeriemarkt-Käufer?
    – Stationär vs. Online-Apotheke
    – Haushaltsausgaben für Dermatologika
  • Digitalisierungsgrad im Konsumverhalten
  • Öko-Affinität:
    – Wie wichtig sind die Themen „Öko“ und „Nachhaltigkeit“ bei der Produktauswahl und wie korrelieren sie mit den sog. „Basic Human Needs“, die bereits beim CASA Monitor Energie zum Einsatz kamen?

Sie interessieren sich an einer Teilnahme am CASA Monitor Handel? Dann kontaktieren Sie uns unter Consulting@infas360.de

 

 

Data Analytics ganz nah: infas 360 auf dem SAS Forum 2019 in Bonn

Am 4. und 5. Juni 2019 ist es wieder soweit: Das SAS Forum Deutschland lockt mit interessanten Keynotes und Fachvorträgen in den World Conference Center nach Bonn. So zum Beispiel referiert Robert Krüger, Specialist Data Analytics von der Commerzbank, über die digitalen Monitoring-Systeme von SAS und André Pfohl von dm-drogeriemarkt zeigt wie „Customer Experoience & Analytics“ beim Filialisten zum Einsatz kommt.

Grund genug für infas 360 als der Spezialist für Data & Analytics im strategischen und operativen Marketing erstmals als Sponsor und Aussteller mit dabei zu sein. Damit ist man direkt vor Ort für Fragen und Antworten zu neuen Trends wie SAM (Small Area Methoden) oder das erschließen neuer International Data Sources.

Wir auch im vergangenen Jahr bietet die infas 360 am Vortag einen Workshop zum Thema „Datenschutz, Scoring & Co.“ mit dem Fachanwalt Björn Schmidt.

Sie interessieren sich für eines der beiden Events und möchten teilnehmen? Dann kontaktieren Sie uns und sichern sich Vorzugstickets unter Consulting@infas360.de

 

 

 

Praktischer Leitfaden zur DSGVO, ePrivacy und Geodaten

infas 360 und Rechtsanwalt Björn Schmidt gestalten seit Jahren die Anwendung des Datenschutzes in der Wirtschaft aktiv mit. Ob in Vorträgen oder auf Workshops für Kunden in der Energiebranche, Automotiv, Telekommunikation oder Immobilienwirtschaft: Wenn es um die DSGVO in der Praxis geht stößt man auf offene Augen und Ohren.

Nun hat Rechtsanwalt Schmidt im Auftrag der infas 360 einen 20-seitigen Leitfaden branchenübergreifend für Unternehmen erstellt, der bei infas 360 kostenlos angefordert werden kann. Hier das Inhaltsverzeichnis

  1. Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)
  2. Anwendungsbereich BDSG-neu
  3. Auslegung des Merkmals des Personenbezugs
  4. Exkurs: Cookies
  5. Sind Geodaten personenbezogene Daten oder Sachdaten?
  6. Die ePrivacy-Verordnung – Sachstand und Ausblick
  7. Anhang: Nutzung von Kundenadressen u.a. zu Marktforschungszwecken, hier Kundenzufriedenheit, mit Bezug zu DSGVO und UWG

An dieser Stelle soll dem Blog-Leser ein exklusiver Einblick in einen der zentralen Abschnitte zum Thema „Geodaten“ gewährleistet werden. Der Leitfaden sagt u.a. zu Geodaten:

Entscheidend für die Einordnung als personenbezogenes Datum ist seit dem 25.05.2018 dessen Qualifikation als „Information“ i.S.v. Art. 4 Nr. 1 DSGVO. 

Reine Sachdaten sind als solche keine „Information“ im Sinne der DSGVO. Sie werden erst dann zu solchen Informationen, wenn sie konkret einen personenbezogenen Verarbeitungszusammenhang haben oder sie einer Person – identifizierbar oder nicht – zugeordnet werden bzw. mit bereits vorhandenen technisch-organisatorisch nicht hinreichend separierten Zusatzinformationen zugeordnet werden könnten, sowie wenn sie (auch zusammengefasst) von der verantwortlichen Stelle dazu bestimmt sind, einer Person zugeordnet zu werden.

Die bloße Möglichkeit, zwischen bestimmten Sachdaten und einer identifizierbaren Person einen nicht weiter qualifizierten Bezug herzustellen, ist nur Ausdruck einer mehr oder weniger zufälligen Aktualisierung der unendlich vielen Beziehungsmöglichkeiten im sozialen Raum-Zeit-Gefüge, wo nahezu alles mit jedem in irgendeine Verbindung treten kann. Eine solche beliebige Beziehung macht die Sachdaten jedoch nicht zu einer Beschreibung der Verhältnisse einer Person. Daraus folgt, dass Daten, die eine Sache bestimmen und beschreiben, Angaben über diese Sache sind, jedoch keine Angaben über natürliche Personen darstellen, die zu der Sache zwar objektiv eine Beziehung haben, zu deren Existenz und Natur die Verarbeitung der Sachdaten selbst aber keinerlei Kontext herstellt.

Sie möchten den 20-Seitigen Leitfaden kostenlos beziehen, dann kontaktieren Sie unser Consulting-Team unter Consulting@infas360.de

 

infas Holding AG übernimmt Bonner Geomarketing-Spezialisten Lutum+Tappert

Die infas Holding AG übernimmt den Bonner Geomarketingspezialisten Lutum+Tappert. Das traditionsreiche Unternehmen entwickelt seit vielen Jahren erfolgreich kartenbasierte Softwarelösungen, die sich vor allem in der Vertriebsplanung und -steuerung etabliert haben. Durch die Verbindung des weiterhin selbständig agierenden Unternehmens wird damit das Leistungsportpolio der Holding-Tochter infas 360, bestehend aus Data & Analytics, um Software-Development und Geomarketing-Beratung gezielt gestärkt.

„Mit dieser Akquisition verfolgen wir konsequent unsere Wachstumsstrategie und erweitern damit den Unternehmensverbund erstmals um Softwaretechnologie“, so Menno Smid, Alleinvorstand der infas Holding AG. Gemeinsam mit dem Datenspezialisten infas 360 sieht sich das Unternehmen völlig neuen Perspektiven gegenüber. „Wir begrüßen, dass Lutum+Tappert als weiterhin eigenständiges Unternehmen zur Bereicherung des Leistungsspektrums der infas Holding AG beitragen wird und sehen daher unser unternehmerisches Erbe in besten Händen,“ ergänzen die ehemaligen Gesellschafter Joachim Lutum und Werner Tappert.

Beide Unternehmen werden eng zusammenarbeiten und die zahlreich vorhandenen Synergien realisieren. Aus diesem Grund wird auch Michael Herter als zukünftiger Geschäftsführer bestellt. „Für die Kunden ist der offensichtlichste Vorteil sicherlich die Verknüpfung des umfassenden Geo- und Marktdatenpools von infas 360 mit der seit 1986 ständig erweiterten und optimierten Software EasyMap. Wir hatten schon vor zehn Jahren beim gemeinsamen Kompetenzforum Geomarketing von den Synergien profitieren können. Im infas-Verbund als 100%ige Unternehmensschwester gibt es nun gesehene und ungeahnte Chancen.“, so Herter, Geschäftsführer der infas 360.

Die ausführliche Pressemitteilung als PDF

Internationale Marktdaten: Same same but different. infas 360 erweitert Datenozean um Thailand und weitere asiatische Länder.

„Same same but different“ lautet die in Thailand standardmäßig die Antwort, wenn mich sich über eine Sehenswürdigkeit erkundigt und bedeutet soviel wie „Ist gleich, aber irgendwie anders“. So lässt sich auch das neu entstehende Standarddatenpaket für Fernost beschreiben.

Bisher lag bei infas 360 der Fokus internationaler Marktdaten auf den europäischen Ländern, wozu inhaltlich auch noch die Türkei zählt. Aus Datensicht blieb der mittlere Osten und der asiatische Raum bis dato unerschlossen. Das ändert sich nun zum Jahresabschluss beginnend mit Thailand.

Die Standarddaten je Land umfassen administrative Grenzen, zugehörige Adressen und Gebäude sowie natürlich sozio-demographische Marktdaten (siehe Kartenbeispiel Einwohner in Thailand je Tambon).

Internationale Marktdaten Thailand am Beispiel der Einwohner je Tambon in der Bucht von Bangkok

Sollten Sie weitere Fragen zu internationalen Marktdaten haben, dann kontaktieren Sie unser Consulting-Team unter Consulting@infas360.de 

 

Kostenloses Dokument erhältlich: Einsatzmöglichkeiten der Programmiersprache R für Small Area Methoden (SAM)

„Small Area Methods“ (SAM) bzw. die Small Area Estimation (SAE) (dt. feinräumige Schätzung) haben sich als Verfahren für Analysen der Gebietsplanung und des entsprechenden Marktpotenzials durchgesetzt. In diesem Kontext sind regionalisierte Daten zukunftsweisend, da diese zu feinräumigeren und exakteren Analyseergebnissen führen.

Für infas 360 hat Ayhan Doger, Freier Informatiker aus Bonn, die Möglichkeiten beleuchtet wie mit der Programmiersprache R Small Area Methoden angewendet werden können. Im Ergebnis steht nun Interessierten ein kostenloses, wissenschaftliches Dokument von 13 Seiten zur Verfügung, das aufzeigt wie Mithilfe spezieller R-Bibliotheken die Nutzung der Methoden programmiertechnisch unterstützt wird. Nach einer kurzen Einleitung in SAM, R, RStudio und das SAE-Package in R werden Implementierungsmöglichkeiten diskutiert und eine exemplarische Realisierung der SAE in R präsentiert.

Nachfolgend können Sie das Dokument kostenlos bei infas 360 anfordern. Hier aber zur besseren Übersicht das Inhaltsverzeichnis:

1 Einleitung. 
2 Kernbegriffe und -methoden
2.1 Regionalisierung 
2.2 SAE und SAM 
2.3 CRAN-R
3 Methoden und Werkzeuge
3.1 Entwicklungsumgebung RStudio
3.2 SAE-Package – CRAN-R
4 Implementierung
4.1 Installation der SAE-Packages
4.2 Anwendung der „Basic direct and indirect estimators“ im SAE-Package
4.3 Visualisierung per Plot
4.4 Vergleich der Direct Estimates mit den Empirical Bayes (EB)-Estimates
5 Ergebnisse.
6 Next Steps
7 Quellenverzeichnis

Sollten Sie sich für das Dokument interessieren, dann kontaktieren Sie uns. Das Dokument wird Studenten sowie Wissenschaft und Wirtschaft kostenlos zur Verfügung gestellt unter Consulting@infas360.de