Infektions-Hotspot in Verl: Wohnen auf engstem Raum bei sehr hohem Ausländeranteil.

Was Gebäudedaten und Mikrogeographie über die in Quarantäne gesetzten Wohnhäuser im Arbeiterviertel von Verl noch verraten

Seit ein paar Tagen ist der Stadtteil Sürenheide in Verl bei Gütersloh in aller Munde. Wurden doch genau dort im Zuge der neu festgestellten Coronainfektionen von über 1.500 Mitarbeitern (Stand 23.6.2020) der Firma Tönnies rund 670 Menschen unter Quarantäne gesetzt.

Laut Presse geht es dabei um mehrere Wohngebäude im Zollenhausweg 1-29, der Grillenstraße 1-5 und 46-48 (50) sowie der Libellenstr. 39-41, übersichtlich dargestellt im dem Artikel „Arbeiterviertel in Verl abgeperrt„.

Über die postalischen Adressen können zu den jeweiligen Wohnblocks zahlreiche Zusatzinformationen aus der Gebäudedatenbank CASA von infas 360 abgefragt werden. Die CASA-Datenbank wird auf Basis aller amtlich verfügbaren Daten entwickelt und mit weiteren Geo- und Wirtschaftsdaten kombiniert, um möglichst tiefgreifende Insights zu jedem der rund 22,5 Mio. Gebäude in Deutschland zu ermöglichen (Whitepaper zu den Basisdaten). Eine erste Erkenntnis: Von den in der Presse 670 betroffenen Personen wohnen laut CASA-Datenbank 683.

Ziehen wir weiterhin beispielhaft die Häuser des im Quarantänebereich liegenden Bereiches Grillenstr. 46-50 heran, so lässt sich erkennen, dass sich die identische Bebauung in der parallel verlaufenden Libellenstraße 1-5 wiederfindet – es handelt sich um eine Zwillingsbebauung. In beiden Bereichen reihen sich jeweils 3 weitere große Wohngebäude an, weshalb sie als „Mehrparteienhaus en Block“ klassifiziert sind. Dies ist einer von 15 Gebäudebasistypen der CASA-Datenbank auf Basis der amtlichen 3D-Daten. Den Daten lässt sich auch entnehmen, dass die Gebäude versetzt aneinander gereiht sind und mit 10, 18 und 23 Metern bzw. 3, 5 und 7 Etagen unterschiedliche Bauhöhen und Wohnkapazitäten aufweisen (siehe dazu auch das aktuelle Gebäudefoto von P. Menzel). Direkt anliegend befinden sich zahlreiche Garagen, was nicht verwundert, denn die ÖPNV-Anbindung ist hier relativ schlecht und die nächste Apotheke ist 1,8 km entfernt.

In den größten Gebäuden im Quarantänebereich, Grillenstr. 48-50 und Libellenstr. 1-3, wohnen laut Deutscher Post und Analyse von infas 360 offiziell jeweils rund 100 Einwohner in 21 Haushalten. Der Ausländeranteil liegt hier bei 84% und der Anteil der bis 18 Jährigen bei knapp 10%. Die mittlere Wohnfläche einer Wohneinheit liegt zwischen 66 und 80 qm und kostet (Kaufpreis) geschätzt zwischen 75.000 und 100.000 Euro. Das Haushaltsnettoeinkommen wird auf unter 1.000 Euro monatlich berechnet. Gewerbe im Haus sind nicht verzeichnet.

Insgesamt beinhaltet die CASA-Datenbank rund 1.000 Merkmale zu Gebäude- und Wohnumfeld. Von der Dachflächenausrichtung über den Gasanschluss und Straßentyp bis hin zum nächst gelegenen fachspezifischen Arzt oder der Entfernung zu Krankenhäusern mit Intesivbetten inkl. deren aktueller Auslastung mit und ohne Beatmungsgerät (siehe Lösung www.trackyourbed.com ).

Auch in den aktuellen Corona-Zeiten zeigt sich wieder einmal, wie unterschiedlich die lokale Ausprägung von Phänomenen wie dem Infektionsgeschehen sein kann. Um die Gründe dafür besser erkennen, verstehen und eine Entwicklung prognostizieren zu können, bedarf es einer mehrdimensionalen Datenverknüpfung, die so nur mit Geoinformationen möglich ist. Zur besseren Corona-Risikoabschätzung hat infas 360 in den vergangenen Wochen dafür eigens die Datenbank CORA entwickelt, die neben den aktuellsten Fallzahlen zahlreiche weitere Spezialdaten beinhaltet (siehe Blogbeitrag CORA: Bundesweite Datenbank zur Corona-Risikoabschätzung).

Ein weiterer Vorteil: Gebäudedaten und Daten auf Gebäudeebene stellen zunächst immer sachbezogene Informationen dar und sind somit keine personenbezogenen Daten (siehe datenschutzrechtlicher Hinweis)

Sollten Sie weitere Fragen zur CASA-Datenbank haben, dann kontaktieren Sie unser Consulting-Team unter Consulting@infas360.de

 

 

Neue Bildungsdaten: Amtliche Zahlen für Schul- und Berufsabschlüsse regionalisiert

Dort, wo das Angebot amtlicher Informationen von Destatis und statistischen Landesämter endet, ergänzt das spezielle Datenportfolio der infas 360. Für Wirtschaft und Wissenschaft ist das von großem Vorteil. So werden oftmals bundesweit, flächendeckende Informationen benötigt, die aber feinräumig regionalisiert vorliegen müssen. Hier bietet die amtliche Statistik keine Lösung, so z.B. bei den Bildungsabschlüssen, die nun dafür unter der Leitung von Frau Dr. Barbara Wawrzyniak neu berechnet wurden.

Zu den Bildungsdaten der infas 360 zählen alle Schul- und Berufsabschlüsse nach Altersklassen je Region und Wohnort. Die Daten liegen für alle Städte und Gemeinden Deutschlands bis auf Ortsteilebene bzw. Stadtviertel vor. Die Schulabschlüsse umfassen die Haupt- und Realschulen sowie Gymnasien und die ohne Abschluss. Die Berufsabschlüsse gliedern sich nach den Lehren (im Allgemeinen) und den Fachschulen sowie Universitäten inkl. der Promotionen.  Auch werden zusätzlich diejenigen ohne Abschluss extra ausgewiesen.

„Die Daten sind in der Wissenschaft z.B. für die regionale Stichprobenziehung von enormer Bedeutung“, erklärt Barbara Wawrzyniak den Nutzen. Für die Wirtschaft stellen die Menschen mit (aktuellen) Abschlüssen eine besondere Zielgruppe dar – beispielsweise gründen sie in diesem Lebensabschnitt oftmals einen Haushalt bzw. ihr Konsumverhalten ändert sich.

Sollten Sie weitere Fragen zu den Bildungsdaten haben, dann kontaktieren Sie einfach unser Consulting-Team unter Consulting@infas360.de 

 

Große Umfrage zur Coronakrise startet: Unser Leben mit Home-Office, Online-Shopping und Tracing-App.

Corona hat unser Leben nachhaltig verändert. Wie sich die Krise auf unsere Alltagswelt auswirkt, das untersucht die anstehende Multi-Client-Studie von infas 360 durch die Befragung von über 10.000 Personen rund um die Themen Home-Office, Kaufverhalten und nachhaltigem Handeln.

In Kürze startet wieder der CASA Monitor zu unterschiedlichen Themen. Ein Schwerpunkt liegt dieses Mal auf Ausstattung und Nutzen telekommunikativer Produkte und Dienste während der Arbeit von zu Hause aus (Home-Office). Kombiniert wird die Multi-Client-Studie mit der wiederkehrenden Ermittlung von Telekommunikations-Marktanteilen sowie dem (veränderten) Konsumverhalten im stationären wie Online-Handel. Damit verbunden werden Einstellungen zur Nachhaltigkeit und der Corona-Tracing-App untersucht (siehe nachfolgende Graphik).

CASA Monitor Telkommunikation & Handel
Themenfelder im nächsten CASA Monitor Q2/2020

Der CASA Monitor ist mikrogeographisch regionalisierbar. Das macht ihn so einzigartig. Und  er bietet Platz, um eigene Fragestellungen zu integrieren. So können nahezu beliebige Konsumeigenschaften und  Produktaffinitäten in den Raum übertragen werden. Da der CASA Monitor Telekommunikation und Handel auch in den vergangenen Jahren bereits erfasst wurde, lassen sich auch ideal Veränderungen vor, in und nach der Coronakrise (Lockdown) feststellen (weiterführende Informationen zum CASA Monitor).

Sollten Sie Fragen zu Home-Office, Smart-Home oder Shopping-Verhalten haben oder Sie sich am nächsten CASA Monitor beteiligen wollen, dann kontaktieren Sie unser Consulting-Team unter Consulting@infas360.de 

Start-ups in der Coronakrise: Neugründungen weiter rückläufig

Auf Basis tagesaktueller Handelsregistermeldungen wertet infas 360 u.a. Gründungen, Insolvenzen und Umbenennungen aus. Für den Zeitraum Mai 2020 wurden bundesweit so z.B. insgesamt 7.378 GmbHs und UGs neu angemeldet. Das sind -13,3% zum Vorjahresmonat. Da im April 2020 bereits -12,2% zu Vorjahr zu verzeichnen war, sind die Neugründungen demnach weiter rückläufig.

Der Rückgang trifft wie auch bereits im April stärker die GmbHs als die haftungsbeschränkten Unternehmergesellschaften (UG).  Letztere fallen zu Vorjahr nur um -6,5% von 2.157 auf 2.018 ab. Der Anteil der weiblichen Gründerinnen ist in diesen Start-ups sogar von 20,1% auf 21% gestiegen, bei einem Altersdurchschnitt von 42 Jahren (2019: 41). Die Männer sind hier im Schnitt mit 39 Jahren deutlich jünger.

Zu allen Gründungen liegen neben Firmensitz mit Adresse, Gründern, Alter und Geschlecht weitere Detailinformationen vor, wie z.B. Branche, Kontaktinformationen, Beteiligungen, weitere Firmen am Firmensitz, Lage der Immobilie u. s. w.

Sollten Sie weitere Fragen zu unseren tagesaktuellen Handelsregisterdaten, B2B-Adressen oder B2B-Analysen haben, dann wenden Sie sich an unser Consulting-Team Consulting@infas360.de .

Neue B2B-Adressen: Alle Seniorenheime lokalisiert mit vielen weiteren Zusatzdaten

In der Pandemie COVID19 stellen sich die Seniorenheime als Hot Spots dar, die es besonders zu schützen gilt. Wie der RKI-Lagebericht vom 19.5.2020 ausweist, verstarben nachweislich alleine 3.007 der 8.007 COVID-Todesfälle in Seniorenheimen und „Massenunterkünften“. Da der Infektionsort nur für 2/3 aller Fälle vorliegt, ergibt sich eine rechnerische Rate von 55% aller Todesfälle. Das ist gravierend.

In Deutschland sind über 1 Mio. Menschen in Senioren- und Pflegheimen untergebracht, davon etwa 850.000 vollstationär, so u.a. das statistische Bundesamt 2018.

Doch wo leben die Menschen genau und wie viele sind es jeweils pro Unterbringung? Dies ist aus mehrerlei Hinsicht wichtig zu wissen, z.B.:

  • für Stichprobenziehung
  • für regionale Hochrechnungen
  • Planung & Logistik
  • Mobile Apps
  • Gefahrenpotenziale
  • u.s.w.

infas 360 hat sich mit dem Thema intensiver befasst und im Ergebnis einen neuen B2B-Datensatz erstellt, der für 14.800 Senioren- und Pflegeheime nun folgende Informationen flächendeckend zur Verfügung stellt:

  •  Name des Pflege- bzw. Seniorenheims
  •  postalische Adresse
  •  gebäudescharfe Koordinate
  •  Anzahl Einwohner/Haushalte
  •  vollstationär/teilstationär
  •  Gebäudegröße / Gebäudevolumen
  •  u.v.m.

Die Daten sind interaktiv einsehbar in unserer Anwendung CORONA REGIONAL (vgl. Abbildung).

Verteilung von Seniorenheimen mit Adressen, Koordinaten und Zusatzdaten

Sie wünschen weitere Informationen zu unseren B2B-Informationen, B2B-Adressen oder POI-Daten? Sie suchen beispielsweise weitere Unterkünfte, deren Standorte und weiteren Daten, dann kontaktieren Sie einfach unser Consulting-Team unter Consulting@infas360.de

Limbic®Types adressgenau: infas 360 lokalisiert das Konsumverhalten anhand von Persönlichkeitsstrukturen

Die Limbic® Types sind eine Zielgruppensegmentierung im Rahmen des neuropsychologischen Limbic® Ansatzes basierend auf dem Motiv- und Persönlichkeitssystem des Menschen. Sie spiegeln die kausalen Zusammenhänge (Motivationen, Treiber & Barrieren) für menschliches Entscheidungsverhalten wider. Die Limbic® Types wurden von der Nymphenburg Gruppe entwickelt und bereits in vielen Marktmodellen erfolgreich etabliert.

Gemeinsam mit infas 360 finden die Segmente nun erstmals im Smart Research-Verfahren ihren Einsatz. Zielsetzung ist die Implementierung spezifischer Limbic®-Fragen in die fortlaufende Multi-Client-Studie „CASA Monitor“ der infas 360, deren Ergebnisse dank der hohen Fallzahlen (10.000 Befragte je Welle) und der innovativen Small Area Methoden nachvollziehbar in die Fläche übertragen werden können.

Durch die exakte Verknüpfung der Befragungsergebnisse mit der Gebäudedatenbank CASA, die alle rund 22 Mio. postalischen Adressen mit ca. 1.000 Merkmalen wie Sozio-Demographie und Einkommen beinhaltet, können die Limbic® Types gebäudescharf berechnet und somit an die firmeneigenen CRM-Daten angereichert oder zu  jeder beliebigen Gebietsstruktur referenziert werden.

Für weiterführende Informationen kontaktieren Sie einfach unser Consulting-Team unter Consulting@infas360.de

 

Deutlicher Rückgang bei Neugründungen im April

Auf Basis tagesaktueller Handelsregistermeldungen wertet infas 360 u.a. Gründungen, Insolvenzen und Umbenennungen aus. Für den Zeitraum April 2020 wurden bundesweit so z.B. insgesamt 7.546 GmbHs und UGs neu angemeldet.

Im Vergleich zum Vormonat März ist dies ein Rückgang um 21,2% bzw. 2.025 GmbHs und UGs. Dabei trifft es die haftungsbeschränkten Unternehmergesellschaften mit -12,1% deutlich weniger. Sie fallen von 2.401 auf 2.110 ab.

Auch ein Vergleich zum Vorjahr (April 2019) zeigt einen Rückgang, allerdings nur von 12,2%, wobei das Jahr 2020 auch mit einem Gründungsanstieg im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr von fast 5% begann.

Da auch das Alter und Geschlecht der Gründer/Innen bekannt ist, kann festgestellt werden, dass der Rückgang der Neugründungen überproportional die weibliche Gruppe betrifft. Sie verlor gegenüber dem Vormonat im Anteil von 17,7% auf 16,3% bzw. -572, was vor allem an den -529 Gründerinnen in GmbHs begründet liegt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind es -281 bzw. -261 (nur in GmbHs) .

Nachfolgend die Zahlen im Überblick:

01.04.2020-30.04.2020
GmbH’s UG’s Gesamt
Gründungen 5436 2110 7546
männlich 5820 1808 7628
weiblich 1063 425 1488
unbestimmt 309 105 414
01.03.2020-31.03.2020
GmbH’s UG’s Gesamt
Gründungen 7170 2401 9571
männlich 7499 2076 9575
weiblich 1592 468 2060
unbestimmt 428 122 550
01.04.2019-30.04.2019
GmbH’s UG’s Gesamt
Gründungen 6463 2131 8594
männlich 6854 1837 8691
weiblich 1324 445 1769
unbestimmt 434 107 541

Haben Sie weitere Fragen zu unseren tagesaktuellen Handelsregisterdaten, B2B-Adressen oder B2B-Analysen, dann wenden Sie sich an unser Consulting-Team Consulting@infas360.de .