Neue Studie zu Smart Home belegt: Breitbandverfügbarkeit ist kein Nachfragetreiber für Vernetztes Wohnen

Im Rahmen des CASA-Monitor „Vernetztes Wohnen“ hat infas 360 rund 10.000 Menschen online repräsentativ befragt. 8% davon gaben an, bereits Smart-Home-Technologien wie z.B. Sicherheitstechniken einzusetzen. 29% der Befragten interessieren sich für den Einsatz von Smart-Home und immer noch 9% können mit dem Begriff gar nichts anfangen.

Die Interessentengruppe von 2.858 Fällen hat infas 360 nun näher betrachtet. Die Ergebnisse werden in den nächsten Tagen in einer Studie dazu veröffentlicht.

Eine Erkenntnis aber vorab: Durch das Smart-Research-Verfahren wurden die Befragungsdaten mit der mikrogeographischen Datenbank CASA verknüpft. Dadurch konnte das Interesse an Smart Home z.B. auch detailliert nach den Breitbandverfügbarkeiten untersucht werden. Denn eine Hypothese war: Die Nachfrage ist abhängig vom Breitbandausbau des Internets.

Dazu folgende Tabelle:

Internet-
Verfügbarkeit
Anzahl
Haushalte
Haushalts-
verteilung in %
Verteilung der Befragungs-
gruppe
Interessiert
an Smart-
Home in %
Nicht-
Interessiert
in %
< 1 Mbit 1.819.923 4.52 3,2 2,9 3,4
> 1 Mbit 721.608 1.79 1,6 1,7 1,5
> 2 MBit 2.374.462 5.89 5,6 5,6 5,5
> 6 MBit 4.722.196 11.72 10,3 10,8 10,1
> 16 MBit 6.186.089 15.36 15,2 15,6 15,1
> 30 MBit 4.122.059 10.23 10,0 10,0 9,9
> 50 MBit 20.340.301 50.49 54,1 53,3 54,5

Nur in den Gruppen > 1 < 2 MBit und > 6 < 16 MBit gibt es ein leicht überproportionales Interesse. Ansonsten wird Smart Home ungeachtet der Breitbandverfügbarkeit nahezu gleichverteilt nachgefragt bzw. es besteht kein Interesse.

Mehr Informationen zur Studie kann man unter Consulting@infas360.de anfordern.

P.S: Mit 66% liegt das Hauptinteresse am Senken des Energieverbrauchs.

Sich zu besserem gesellen, macht zufriedener

Die neue Wohnzufriedenheitsstudie macht deutlich, dass gerade die Bewohner gut betuchter Wohngegenden (Quartiere mit hohen Einkommen) und mit Eigentum eine deutlich höhere Wohnzufriedenheit aufweisen.

Das gilt interessanterweise auch für die Menschen mit niedrigeren Einkommen in diesen Vierteln. Frau Dr. Kellerhoff, die die Studie im Auftrag der infas 360 ausgewertet hat, wertet dieses Phänomen als „sich zu besserem gesellen, macht zufriedener“.

Lässt man die Einkommen außer Acht, ist auffallend, dass die Jüngeren gleich gerne mit Familien und Senioren im Umfeld leben. Umgekehrt sinkt aber bei Familien und Senioren der Zufriedenheitsfaktor, wenn zu viele 18-30 Jährige die Nachbarschaft prägen.

Weitere Ergebnisse der Studie sind z.B.

  • Bei Mietern: Je höher die Kaufkraft, desto zufriedener sind diese mit dem sozialen Umfeld/Nachbarschaft sowie Infrastruktur und je höher der Mietspiegel desto zufriedener ist man mit dem Wohnumfeld
  • Bei Eigentümern: Je höher der Kaufspiegel desto zufriedener mit der Infrastruktur; dies könnte aber auch bedeuten, dass die Infrastruktur in teureren Lagen besser ist
  • Genrell gilt: Je ähnlicher die Lebensphase desto zufriedener ist man mit dem sozialen Umfeld (Gleich und Gleich gesellt sich gern).

Interesse an weiteren Ergebnissen? Einfach consulting@infas360.de kontaktieren. infas 360 kombiniert in Zeiten von Big Data Befragungsergebnisse mit allen relevanten Datenbanken, um auf Basis von Customer Analytics und Geomarketing neue Erkenntnisse u.a. in der Wohnungswirtschaft zu gewinnen.