Einladung zum digitalen Talk: Nutzen von Geoinformationen in der Pandemie

Der 2. GeoIN-Talk als neues, digitales Austausch- und Informationsangebot des Deutschen Dachverbands für Geoinformation, kurz  DDGI, präsentiert dieses Mal ein brandaktuelles Thema:

„Geoinformation und Geo-Intelligence in der Pandemie“

Schwerpunkte bilden aktuelle Anwendungen sowie potenzieller Nutzen raumbezogener Daten im Kampf gegen den Coronavirus, um evidenzbasierte Entscheidungen, z.B. gezielteres Handeln durch schnellere und zuverlässigere Ermittlung und Verfolgung von Infektionsketten an Orten. Die Stimmen, die einen deutlich breiteren Einsatz von Geoinformationen und Location Intelligence fordern, werden immer lauter.

Talken Sie kostenlos mit, am 24.2. von 10-12h auf der Digitalen Plattform des DDGI

Als Impuls dienen derzeit folgende drei Kurzbeiträge:

Dashboards, Plattformen und Dateninfrastrukturen –
Selbstzweck oder gesellschaftlicher Nutzen?
Gerd Buziek, Business Relations Executive, Esri Deutschland GmbH

Die neue Corona-Datenplattform im Auftrag des
BMWI – Basis für effiziente Wissensgenerierung zur
Pandemie in Deutschland – Datenanalysen und DataScience
Michael Herter, Geschäftsführer infas 360 GmbH

Überblick zu Mobilitätsanalysen auf Basis von Mobilfunkdaten
Dr. Vorgrimler und Younes Saidani, Destatis – Statistisches Bundesamt

Sollten Sie weiterführende Fragen haben, können Sie jederzeit unser Consulting-Team unter consulting@infas360.de kontaktieren.

 

infas 360 unterstützt die Charta für Data Literacy

Gemeinsam mit zahlreichen Partnern hat der Stifterverband im Januar 2021 die Data-Literacy-Charta initiiert. Mit ihr wird ein gemeinsames Verständnis von Datenkompetenzen und deren Bedeutung für Bildungsprozesse formuliert. An der Formulierung der Charta und ihrer Unterzeichnung hat auch infas 360 mitgewirkt.

Data Literacy umfasst die Datenkompetenzen, die für alle Menschen in einer durch Digitalisierung geprägten Welt wichtig sind. Sie ist unverzichtbarer Bestandteil der Allgemeinbildung.

Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner drücken mit der Data-Literacy-Charta das gemeinsame Verständnis von Datenkompetenzen im Sinne einer umfassenden Data Literacy und deren Bedeutung in Bildungsprozessen aus. Data Literacy umfasst dabei die Fähigkeiten, Daten auf kritische Art und Weise zu sammeln, zu managen, zu bewerten und anzuwenden. Wenn Daten Entscheidungsprozesse unterstützen sollen, braucht es kompetente Antworten auf vier grundlegende Fragen:

  • Was will ich mit Daten machen? Daten und Datenanalysen sind kein Selbstzweck, sondern dienen einer konkreten Anwendung in der realen Welt.
  • Was kann ich mit Daten machen? Datenquellen und deren Qualität sowie der Stand der technischen und methodischen Entwicklungen eröffnen Möglichkeiten und setzen Grenzen.
  • Was darf ich mit Daten machen? Alle gesetzlichen Regeln der Datennutzung (zum Beispiel Datenschutz, Urheberrechte und Lizenzfragen) müssen immer mitbedacht werden.
  • Was soll ich mit Daten machen? Weil Daten eine wertvolle Ressource darstellen, leitet sich daraus ein normativer Anspruch ab, sie zum Wohl von Individuen und Gesellschaft zu nutzen.

Die Unterstützerinnen und Unterstützer der Charta sehen in Data Literacy eine zentrale Kompetenz aller Menschen des 21. Jahrhunderts. Sie ist der Schlüssel, um Daten systematisch in Wissen zu verwandeln. Frau Dr. Barbara Wawrzyniak, Leiterin Daten und Analysen bei der infas 360, formuliert das so:

„Wenn Daten zunehmend als Rohstoff unserer digitalen Welt gesehen werden, so müssen wir zum einen sicherstellen, dass allen der Zugang zu diesem Rohstoff gewährt werden kann und zum anderen, dass jeder in der Lage ist diesen Rohstoff zu nutzen. Die Data Literacy Charta ist ein wichtiger Schritt Richtung Gleichberechtigung und Selbstbestimmung.“

Sie möchten sich über die Data-Literacy-Charta informieren? Dann kontaktieren Sie uns unter consulting@infas360.de

Neue Kombinationsmöglichkeiten mit Facebook-Daten aus dem COVID-19 World Symptoms Survey

Der COVID-19 World Symptoms Survey ist ein Partnerschaftsprojekt zwischen Facebook und akademischen Institutionen. Die Umfrageergebnisse sind in 56 Sprachen erhältlich. Ein repräsentatives Sample von Facebook-Nutzern wird täglich eingeladen, über COVID19- Symptome, Soziale Distanz, Psychische Verfassung und finanzielle Nöte zu berichten. Die Daten werden pro Staat auch regional ausgewiesen. In Deutschland auf Ebene der Bundesländer. Weltweit werden so über eine halbe Million Antworten jeden Tag generiert. Die zentrale Plattform dafür ist COVID Map der University of Maryland unter der Leitung von Prof. Frauke Kreuter.

Gemeinsam wurde nun ein Projekt initiiert, dass die Facebook-Befragungsdaten mit den Daten des CASA Monitors Health von infas 360 so kombiniert, dass feinräumigere Schätzungen z.B. auf Ebene der Kreise ermöglicht werden. Dies wird nun vor allem für die regionalisierte Impfbereitschaft genutzt, die in Deutschland von Nord nach Süd und West nach Ost differiert. Die gemeinsame Befragung dazu startet Mitte Februar. Erste Ergebnisse sollten bereits Ende desselben Monats zur Verfügung stehen.

Haben Sie Fragen zum COVID-19 World Symptoms Survey oder zum CASA Monitor Health, dann kontaktieren Sie uns unter consulting@infas360.de

 

Die Corona-Datenplattform stellt fortlaufend neue Daten im Kampf gegen die Krise bereit

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie beauftragte im September 2020 das interdisziplinäre Konsortium, bestehend aus dem infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft, der infas 360 GmbH und dem IHPH – Institut für Hygiene und Public Health des Universitätsklinikums Bonn, erstmals alle regionalen Covid-19 Maßnahmen fortlaufend seit dem 01. März 2020 in Kombination mit epidemiologischen und sozio-ökonomischen Variablen zusammenzustellen.

Am 16.12.20 ging die Plattform unter der Webseite www.corona-datenplattform online. Seit dem nutzen rund 200 registrierte Nutzer aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Institutionen das Angebot.

Mit dem nächsten Update zum 01. Februar 2021 werden mit Stand Mitte Januar nochmal 581 Verordnungen und Allgemeinverfügungen codiert vorliegen. Insgesamt sind es dann 600 Dokumente auf Bundeslandebene und weitere 2580 Dokumente auf der regionalen Kreisebene.

Des Weiteren wird die Datenplattform in ihrer neuesten Version (cdp 1.2) folgende neuen bzw. aktualisierten Daten beinhalten:

Neue Daten:

  • Wetterdaten auf Kreisebene (monatlich von Jan 2019 bis Dez 2020):
  • Durchschnittliche Lufttemperatur
  • Lufttemperaturminimum
  • Lufttemperaturmaximum
  • Niederschlag
  • Sonnenscheindauer
  • Trockenheitsindex
  • Veränderung der Pendlermobilität im Vergleich zum Vorjahresmonat auf Kreisebene (monatlich von Jan 2020 bis Nov 2020)
  • Impfdaten je Bundesland (werktäglich ab Beginn der Impfungen)
  • Impfungen kumulativ
  • Differenz zum Vortag
  • Impfungen pro 1.000 Einwohner
  • Indikation nach Alter
  • Berufliche Indikation
  • Medizinische Indikation
  • Pflegeheimbewohner
  • Ergebnisse der letzten Landtagswahlen auf Kreisebene
  • Regionale Bevölkerungsgrößen nach Altersklassen gemäß den Covid-Infektions- und Todeszahlen vom Robert-Koch-Institut (Stand 31.12.2019)

Aktualisierte Daten:

  • Corona-Maßnahmen je Kreis und Bundesland (tageweise vom 01.12.2020 bis 15.01.2021)
  • Regionale Infektionszahlen (tagesaktuell)
  • Kreisdaten aus dem DIVI-Intensivregister zur Auslastung der Intensivstationen (tagesaktuell)
  • Firmendaten auf Kreisebene (Dez 2020)
  • Regionale Arbeitsmarktkennziffern (aktuell verfügbarster Stand)
  • Todesfälle und Übersterblichkeit je Bundesland (Nov und Dez 2020)

Sollten Sie Vorschläge oder Fragen haben, dann nutzen Sie dafür gerne den Kontakt unter corona@infas360.de und schreiben Sie uns.

Bei den Nutzern der Corona-App zeigen sich die Unterschiede

infas 360 befragt und analysiert fortlaufend Zielgruppen. Nun hat der Data Science-Spezialist die Nutzer der Corona-App unter die Lupe genommen und stellt deutliche Unterschiede zu den Nicht-Nutzern fest.

Etwa 80% der Deutschen im Alter ab 14 Jahren nutzten 2019 ein Smartphone, so meldete es die Bitkom. Das ist die technische Voraussetzung, um eine Corona-App überhaupt installieren zu können. Im CASA-Monitor August und September 2020 mit über 10.000 Befragten gaben 38% an, dies erfolgreich getan zu haben und die Corona-App entsprechend zu nutzen.

Eine Vergleichsanalyse zu den Nicht-Nutzern kommt zu dem Ergebnis, dass sich vor allem bei den Einkommensklassen deutliche Unterschiede zeigen.

 

Analog dazu steigt die Nutzung mit steigendem Schulabschluss. Bei den Berufen haben die Beamten mit 51% Nutzeranteil die Nase vorn, gefolgt von StudentenInnen mit 44%.

Durch die Verknüpfung des CASA-Monitors mit der CASA-Datenbank stehen rund 1.000 weitere mikrogeographische Merkmale wie z.B. der Gebäudetyp angereichert zur Verfügung. Hier sticht im Vergleich der Städter, im klassischen Doppel- und Reihenhaus, zentral oder im Neubau in Speckgürtellage wohnend, hervor.

Weitere Analyseergebnisse können unverbindlich angefragt werden. Der CASA-Monitor ist eine wiederkehrende Online-Access-Befragung von rund 10.000 Teilnehmern. Der nächste startet im Februar 2021. Zur Validierung der Ergebnisse kann ein Probability-Sample mitgeschaltet werden.

Kontakt unter consulting@infas360.de

 

Impfbereitschaft regional: Neues Befragungsverfahren liefert Basisdaten im Kampf gegen Corona

Eine neuartige Kombination zweier Befragungsmethoden ermittelt die Impfbereitschaft in Deutschland zuverlässig und regionalisiert. Die Daten sind elementar für die Strategie und Planung im Kampf gegen Corona.

Der CASA Monitor ist eine quartalsweise Befragung von jeweils 10.000 Personen zu Konsumverhalten und Einstellungen. Das Online-Access-Panel ist als Multi-Client-Studie ausgelegt und liefert kundenspezifische, absatzrelevante Informationen über Märkte (u. a. Wettbewerber) und Produkte (Bekanntheit, Kaufinteresse, Preisbereitschaft etc.).

Durch die einmalige Verknüpfung mit der mikrogeographischen CASA-Datenbank können die Befragungsergebnisse im Smart-Research-Verfahren feinräumig lokalisiert werden. So kann z. B. das Kaufinteresse in den jeweiligen Stadtgebieten, Gemeinden oder PLZ5-Gebieten unterschiedlich ausgeprägt sein und dargestellt werden.

In der letzten Befragungswelle, die im August und September 2020 erfolgte, wurde als Vorstudie erstmals auch nach der Impfbereitschaft gefragt: „Würden Sie sich impfen lassen, wenn es einen Impfstopf gegen Corona gäbe“, die damals 22% verneinten. Die 10.550 Reagierer zeigten dabei deutliche regionale Schwerpunkte (siehe vorläufige Karte zur Impfbereitschaft).

Herausforderung

Bei der bisher durchgeführten Befragung handelt es sich als Online-Access-Panel um ein Non-Probability-Sample. Über die Verknüpfung zur adressgenauen CASA-Datenbank sind die Verzerrungen zwar bekannt, wurden aber bisher aus Zeit-Kostengründen nicht entsprechend rechnerisch behandelt. Die eigentliche und erstmalige Herausforderung besteht aber bei wissenschaftlichem Anspruch (und damit Belastbarkeit der Ergebnisse) darin, die bisherige Befragungsmethode mit einem Probability-Sample zu kombinieren (siehe dazu auch Integrating Probability and Nonprobability Samples for Survey Inference  https://academic.oup.com/jssam/article/8/1/120/5716393.

Weitere veränderte Rahmenbedingungen zur Ersterhebung sind

  • ein Impfstoff steht im Gegensatz zu August/September zur Verfügung
  • es wurde bereits in Teilen geimpft
  • die Impfbereitschaft muss in veränderter Form abgefragt werden

Der nächste CASA Monitor „Health“  

Der wiederkehrende CASA Monitor ist eine knapp 20-minütige Multi-Client-Studie, die konsumrelevante Fragstellungen zu Zielgruppen beantwortet. Der nächste CASA-Monitor soll im Februar starten, so dass die Ergebnisse im März vorliegen können. Ein festverankerter Themenblock ist dieses Mal die Impfbereitschaft, um diese regionalisiert und verlässlich berechnen zu können. Ebenfalls werden Fragen zur Corona-App und zum Mobilfunkanbieter zur Berechnung der regionalen App- und Mobilfunkmarktanteile einfließen.

Alle weiteren Befragungsthemen sind noch offen und können durch eine Befragungsbeteiligung in Absprache mit bestimmt werden.  Kontakt dazu unter consulting@infas360.de

 

Willi’s spontane Live-Konzerte zaubern ein Lächeln in Corona-Zeiten

Der Künstler Willi Bellinghausen begeisterte über die Weihnachtstage mit seinem Musikmobil die Alleingelassenen und Kranken

infas 360 hat zu Weihnachten 2020 keine Präsente verschickt, sondern stattdessen den Alleinunterhalter beauftragt, die Menschen in Altersheimen und Krankenhäusern in der Region mit rheinischen Klängen zu erfreuen. Dies wurde zu seiner Mission – auch ihn traf die Pandemie hart. Denn noch vor Corona war sein Terminkalender für gesellschaftliche Anlässe immer sehr gut gefüllt. Danach nicht mehr. 

Trotz Distanz besonders nahbar

Willi ist ein pragmatischer und empathischer Mann und sagte sich: „Okay, mir geht es immer noch besser als vielen anderen“, und hat aus der Not eine Tugend gemacht. So fährt er in der Coronazeit mit seinem extra für mobile Konzerte umgebauten Kombi – sofern es nicht gerade regnet oder stürmt – durch die Gegend und besucht Altersheime, Krankenhäuser oder andere soziale Einrichtungen. Dort parkt er an zentraler Position auf dem Außengelände, öffnet die Heckklappe, klappt sein Keyboard und sein Mikrofon heraus, drückt auf den „Ein“-Knopf und legt einfach los: „Lev Lück, ich spiele jetzt für euch.“ Equipment, Klang und vor allem seine musikalische Darbietung sind absolut hochprofessionell, seine Attitüde dabei einfach nur erfrischend herzlich und nahbar.

Freude ist die schönste Gage

Wir haben Willi Bellinghausen unterstützt, so dass er auch und gerade in dieser Zeit noch mehr kleine spontane Überraschungskonzerte diese Art spielen kann. In der Weihnachtszeit durften wir ihn freundlicherweise dabei begleiten. In dieser Zeit sind es vor allem Weihnachtslieder, die er zum Besten gibt. Aber natürlich darf sein spontanes Publikum auch Songs auswählen. Die Menschen treten aus den Häusern oder stehen auf den Balkonen und an den Fenstern. Wenn man live dabei ist, kann man hautnah erleben, wie sehr sie sich über diese Überraschung und willkommene Abwechslung vom Alltag freuen. Nicht Geld, sondern ein versonnenes Lächeln hier, ein herzliches Lachen da, engagiertes Mitsingen und -schunkeln, freundliche Gespräche, aber auch Tränen der Rührung sind dabei die Gage für Willi Bellinghausen.

Nach einem kurzen Set baut Willi sein Musikmobil binnen weniger Minuten zurück zu einem normal aussehenden Fahrzeug, plaudert noch ein wenig mit seinem Publikum und – ist schon wieder unterwegs: „Ich muss weiter, möchte heute noch an weiteren Stationen spielen. Maahd et jot“.

Musiker mit Herz

„Das mache ich schon viel länger als es Corona gibt“, erzählt Willi Bellinghausen, „Ich habe das mal angefangen in einer sehr persönlichen Angelegenheit. Seitdem habe ich einfach nicht mehr aufgehört, diese Konzerte meist spontan zu spielen. Die bewegten Reaktionen des Publikums bestätigen mir jedes Mal wie wichtig es ist, was ich tue. Das ist mir mittlerweile längst eine Herzensangelegenheit“, erklärt Willi mit seinem charmanten rheinischen Singsang. Und fährt zu seinem nächsten Spontan-Konzert.

Zum Artikel „Bonner Alltagshelden“ im Bonner General-Anzeiger

Zur Website von Willi Bellinghausens Dancing Sound

Zur Facebook-Seite von Willi Bellinghausen