NEU: Die OTC-Kaufkraft 2019

Erstmals unterschieden nach Online und Offline

Im Durchschnitt gibt in Deutschland ein Haushalt monatlich 20,83 € für frei verkäufliche Arzneimittel (OTC) aus. Wie eine Studie zur OTC-Kaufkraft mit über 10.000 Befragten der infas 360 herausfand, (siehe dazu auch folgenden Blogbeitrag) werden davon bereits über 25% aller OTC-Käufe online getätigt. In stationären, klassischen Apotheken sind das bundesweit 17,43 Euro und online 3,40 Euro.

Die OTC-Ausgaben unterscheiden sich regional abhängig von der jeweiligen Kaufkraft vor Ort. Auch das hat infas 360 berechnet. Mittels Befragung und Small-Area-Methoden werden die Werte sogar adressgenau geschätzt und dann in beliebige Regionen hoch aggregiert. So zum Beispiel für alle 5-stellige Postleitzahlen. Im Ergebnis sind erstmals folgende drei Karten verfügbar: OTC-Kaufkraft nach den Gesamtausgaben, nur stationär (klassische Apotheken) und nur online (Versandapotheken).

OTC-Kaufkraft Karte (monatl. Kaufkraft in €/Haushalt)
OTC-Kaufkraft nach Gesamtausgaben in Deutschland 2019

Die Entwicklung einer sogenannter produktspezifischen Kaufkraft ist eines der Spezialgebiete der infas 360. Zuletzt wurde die Produktspezifische Kaufkraft für Tiernahrung berechnet (siehe auch folgenden Blogbeitrag). Eine wichtige Datenquelle dafür ist die fortlaufende Befragung durch den CASA Monitor, der wiederkehrend alle drei Monate die Bevölkerung mit über 30.000 Personen p.a. zu unterschiedlichen Themen befragt.

Sollten Sie Fragen zur OTC-Kaufkraft online/offline haben oder allgemein zu einer produktspezifischen Kaufkraft, dann kontaktieren Sie unser Consulting-Team unter Consulting@infas360.de.

 

 

 

Definition Geodaten und Abgrenzung zur Geoinformation

Definition von Geodaten: Im Allgemeinen dienen Daten dem Zweck der Auswertung. Geodaten im speziellen speichern dazu strukturierte codierte Angaben zur quantitativen und qualitativen Beschreibung von natürlichen oder definierten Objekten der realen Welt.

Nehmen wir dazu das Beispiel, dass ein Datum nicht nur die Information „25 °C“ enthält, sondern auch den Tag und vor allem einen eindeutigen Ortsbezug – dann handelt es sich in diesem Fall bereits um ein raumbezogenes Datum. Die Auswertung der gespeicherten Information erfolgt über bestimmte Regeln und Anweisungen, die die codierten Angaben deuten.

Erst wenn eine Auswertung zur Erkenntnis führt, handelt es sich um eine Information. Das Wissen wiederum ist jedes Ergebnis von Erkenntnisprozessen und damit eine spezielle Form von Informationen. Es bezieht im Hinblick auf gesetzte Ziele die praktische Anwendung der Daten und Informationen ein. Übertragen auf raumbezogene Daten bedeutet dies, dass aus ihnen Informationen (Geoinformationen) abgeleitet werden können, die zur Erkenntnis über den Raum und zum zweckbezogenen Handeln im Raum führen sollen.

Geodaten speichern Wissen über den Raum (Herter & Koos in Java und GIS, 2006)

infas 360 verknüpft alle weiteren verfügbaren Datenquellen (hier Sachdaten) mit Geodaten und bietet so die maximale Informationstiefe über Mensch & Gesellschaft im Raum. Sollten Sie Fragen zu unseren nationalen und internationalen Geodaten haben, kontaktieren Sie unser Consulting-Team unter consulting@infas360.de

 

 

OTC-Kaufkraft: Distanz zur nächsten Apotheke als ein entscheidender Faktor beim Online-Kauf.

Die Versandapotheken für frei verkäufliche Arzneimittel (kurz OTC) werden bereits von mehr als 25% der Konsumenten den klassischen, stationären Apotheken vorgezogen, so eine Studie der infas 360 mit über 10.000 Befragten (siehe auch Blogbeitrag).

Aber was sind die Treiber vorwiegend online oder stationär einzukaufen? Dieser Fragestellung widmete sich das Team Data Analytics und fand u.a. heraus, dass die Distanz von Wohnort zur nächsten Apotheke eine der entscheidenden Faktoren darstellt. Und dabei gilt: „Je weiter weg, desto eher online“, kommentiert Bea Nolte, Data Scientist bei infas 360 die nachfolgende Tabelle.

OTC-Käufer Ø Distanz zur nächsten Apotheke in Metern
Hauptsächlich in der Apotheke (stationär) 966
Hauptsächlich in der Online-Apotheke 1.148
Hauptsächlich im Drogeriemarkt 859
Egal wo, Hauptsache im Geschäft 907
Egal wo, Hauptsache online 1.218
Gar nicht 1.244

Auf Basis der Befragungsdaten und der angereicherten Drittdaten (über die CASA Datenbank) liegen nun detaillierte Käuferprofile für beide Vertriebskanäle (stationär und online) vor. Da auch Kaufkraft und Ausgaben bekannt sind, erstellt das Analytics-Team daraus nun für alle Postleitzahlen die regionalisiere OTC-Kaufkraft für stationäre wie für Versandapotheken.

Erhältlich sind OTC-Käuferprofile wie auch die OTC-Kaufkraft pro PLZ5 über Consulting@infas360.de

 

Best for Planning? Better than that! Befragung und Übertragung aus einer Hand mit dem CASA Monitor

Best for Planning? Better than that! Denn mit über 30.000 Befragten jedes Jahr bietet infas 360 im Frühjahr, Sommer und Herbst in je 10.000er Wellen weitreichende Konsuminformationen über unterschiedlichste Lebensbereiche hinweg. Im Schwerpunkt stehen dabei Themen rund um Telekommunikation, Energie, Einkauf & Konsum sowie Mobilität. Jeder Dritte wird gezielt wieder befragt, so dass auch Zeitreihen-Analysen vieler Fragestellungen möglich sind.

Ein USP stellt dabei die Kombination aus Befragungsdaten und deren anonymisierte Anreicherung um die CASA Daten dar, die es ermöglichen, beliebige Zielgruppen flächendeckend, adressgenau zu übertragen.

Mit den in die Fläche prognostizierten Daten lassen sich Marketing und Vertrieb ideal steuern. Jede Befragung von Markt und Kunde kann so direkt für Potenzialanalysen, Standortplanung, Vertriebssteuerung, Mailings und Plakatwerbung (Out-of-Home-Media Planung) eingesetzt werden. Das ist Research und Geomarketing aus einer Hand!

Best for planning in Wuppertal: Wahrscheinlichkeit für Carsharing pro Siedlungsblock. Quelle: CASA Monitor Q3/2018

Die aktuelle Herbst-Befragung 2019 ist abgeschlossen und wird gerade ausgewertet. Dieses Mal standen Energiethemen wie Elektro-Mobilität im Vordergrund. Erste Ergebnisse des CASA Monitor Energie werden hier in Kürze veröffentlicht. Sollten Sie sich schon jetzt für den Fragebogen interessieren, kontaktieren Sie einfach unser Consulting-Team und consutling@infas360.de

 

 

Small Statistical Areas – Potentiale mikrogeographischer Strukturen und Daten für Wirtschaft und Wissenschaft

Das Statistische Bundesamt und die Deutsche Statistische Gesellschaft veranstalten am 14. und 15. November 2019 ihr 28. gemeinsames wissenschaftliches Kolloquium, in diesem Jahr in Bonn. Das Thema der Veranstaltung lautet „Potentiale und Anwendungen georeferenzierter Daten“. Das Kolloquium als Teil einer fest etablierten Veranstaltungsreihe soll wieder ein Forum für den wissenschaftlichen Dialog zwischen amtlicher Statistik und ihren Nutzern, besonders aus den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung bieten.

Ein Vortrag zum Thema lautet: „Small Statistical Areas – Potentiale mikrogeographischer Strukturen und Daten für Wirtschaft und Wissenschaft“ und wird von Michael Herter, Geschäftsführer der infas 360 GmbH, gehalten. Er beschäftigt sich mit seinem Team u.a. mit feinräumigen Gebieten, die statistische Daten enthalten. Sie werden im angelsächsischen Sprachraum auch Small Statistical Areas (SSAs) bezeichnet und gehen Hand in Hand mit sogenannten Small-Area-Methoden (verkürzt SAM), die sich im Wesentlichen für die Verbesserung von Schätzungen eben dieser feinräumigen Daten sorgen. Im Zentrum steht dabei das Regionalisieren, also das „Herunterrechnen“ von vorliegenden Daten auf gröberen Regionen in feinere geographische Einheiten auch wenn diese nur sehr wenige oder gar fehlende (Befragungs-)Werte aufweisen (siehe dazu auch Blogbeitrag „Auf den Hund gekommen“).

Das Abstract zum Vortrag erhalten Sie hier als PDF zum Download Small Statistical Areas-FINAL. Die Präsentation zu „Small Statistical Areas – Potentiale mikrogeographischer Strukturen und Daten für Wirtschaft und Wissenschaft“ ist ab 15.11.2019 über unser Consulting-Team consulting@infas360.de erhältlich.

 

 

 

Apotheken im Umbruch: Jeder vierte kauft mittlerweile frei verkäufliche Arzneimittel online.

Im Rahmen des CASA Monitors Konsum befragte infas 360 im Mai und Juni 2019 über 10.000 Personen online-repräsentativ u.a. zum Einkaufsverhalten in Apotheken und Drogerien.

Neben Produkten wie Pflege & Beauty (siehe dazu auch Blogbeitrag zur Dermatologie) konnten die Befragten angeben wo sie überwiegend frei verkäufliche Arzneimittel kaufen würden. Überraschend stark zeigte sich hier die Online-Apotheke mit 26,9% weiter dominiert von der klassisch stationären Apotheke mit 61,2% (siehe nachfolgende Ergebnistabelle).

Wo kaufen Sie Arzneimittel (nicht rezeptpflichtig, z. B. Kopfschmerztabletten) ein? n=10.303 Befragte, Quelle: CASA Monitor Konsum, 2019
Hauptsächlich in der Apotheke (stationär) 61,20%
Hauptsächlich in der Online-Apotheke 26,90%
Hauptsächlich im Drogeriemarkt 4,11%
Egal wo, Hauptsache im Geschäft 2,37%
Egal wo, Hauptsache online 1,28%
Gar nicht 4,14%

Zum Vergleich: Im Bereich Beauty & Pflege gaben nur 3%, an diese Produkte über die Versandapotheke zu beziehen. Hier dominieren mit 67,5% klar die Drogeriemärkte.

Durch die hohen Fallzahlen und weiteren Datenquellen der infas 360 können nun die einzelnen Käufergruppen beliebig intensiv untersucht werden, so z.B. auch apothekenspezifisch, da die jeweilige Wohnlage zur entsprechend nächsten Apotheke bekannt ist (Geomarketing für Apotheken).

Sollten Sie weiterführende Informationen zu den Online-Apothekenkäufern wünschen, dann kontaktieren Sie einfach unser Consulting-Team unter Consulting@infas360.de

P.S.: Der Bundesverband Deutscher Versandapotheken BVDVA beziffert die Anteile auf seiner Webseite mit 42% (Bitkom, 2018) sogar noch deutlich höher.

 

The Future of Mapping: Die Kompetenztage Geomarketing auf Tour

Neue Plattform, neue Daten, neue Anwendungen: Die Kompetenztage Geomarketing gehen unter dem Slogan „The Future of Mapping“ im Oktober auf Roadshow. Sichern Sie sich eines der limitierten, kostenlosen Tickets entweder für Stuttgart, München, Köln, Berlin oder Hamburg.

Lagen einst die klassischen Komponenten des Geomarketings (Software, Daten und Analysen) nur lokal vor, wachsen durch die fortlaufende digitale Vernetzung tagtäglich die Möglichkeiten, gezielt auf segmentiertes Zielgruppenwissen zuzugreifen. Karten sind heute schon ein Standard für Auswertungen und Reportings aller Art, werden aber erst in Verbindung mit globalen Datenpools ein wertvolles Instrument im Geomarketing.

Die Kompetenztage Geomarketing bringen Sie dazu auf den neuesten Stand. Großer Auftakt ist in Stuttgart am 15.10. in der Mercedes-Benz Arena. Weitere Infos und Anmeldung unter https://www.kompetenztage-geomarketing.de/